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Untergang von Marineschiff - Viele Vermisste vor Küste Kameruns

Montag, 17. Juli 2017

Vor der Küste Kameruns ist ein Marineschiff mit dutzenden Armeeangehörigen an Bord gekentert. Das Schiff mit Elitesoldaten einer schnellen Eingreiftruppe sei am gestrigen Sonntagabend (16.07.2017) zwischen den Orten Limbé und Bakassi im Südwesten untergegangen, verlautete aus Sicherheitskreisen. Dutzende Menschen würden vermisst, eine konkrete Zahl wurde nicht genannt.

Unter den Armeeangehörigen an Bord war den Angaben zufolge auch ein Oberst. Die Armee habe mit Suchmaßnahmen nach den Vermissten begonnen, hieß es. Aus Armeekreisen verlautete, mindestens eine Leiche sei bereits geborgen worden.

Die schnelle Eingreiftruppe (BIR) führt in Kamerun den Kampf gegen die Islamistengruppe Boko Haram im Norden des Landes an. Neben den Soldaten beförderte das Schiff auch Material für Baumaßnahmen auf einem Militärstützpunkt auf der Bakassi-Halbinsel. Dort ist die BIR nach einer Reihe von Geiselnahmen im Einsatz.

Boko Haram stammt zwar aus Nigeria, die Islamisten verüben aber auch in Kamerun, dem Tschad und im Niger regelmäßig Anschläge. Zuletzt nahmen die Anschläge durch Boko Haram im Norden Kameruns wieder zu. Rund 200.000 Menschen haben angesichts der Gewalt in der Region ihre Dörfer verlassen.  (W.Uljanov--DTZ)

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