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Australien: Spürhunde in helfen bei Erforschung bedrohter Tierart

Mittwoch, 06. Dezember 2017

Im australischen Regenwald werden Hunde dazu trainiert, Kot eines bedrohten Beuteltiers für Untersuchungszwecke aufzuspüren. So sei es möglich, mehr über den gefährdeten Riesenbeutelmarder zu erfahren, ohne ihn fangen zu müssen, sagte Emma Bennett von der Monash-Universität in Melbourne am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Die Hunde sind keine professionell trainierten Tiere, sondern gehören Privatpersonen.

"Der Kot enthält DNA, sodass das einzelne Tier daran identifiziert werden kann", erklärte Bennett. Außerdem enthielten die Ausscheidungen Informationen über die Ernährungsgewohnheiten der bedrohten Beutelmarder. Zugleich würden die Tiere nicht beeinträchtigt, wie es zum Beispiel der Fall wäre, wenn sie für Untersuchungen gefangen würden. Die Spürhunde, darunter verschiedene Rassen wie Border Collies und Schäferhunde, hätten eine sehr hohe Trefferquote. "Sie arbeiten genauso gut, wie man es von einem ’Vollzeit-Spürhund’ erwarten würde", sagte die Forscherin.

Der Riesenbeutelmarder ist - anders als sein Name vermuten lässt - ein kleines katzenähnliches Beuteltier. In der südöstlichen Regenwaldregion Otway im Bundesstaat Victoria ist er durch Rodung bedroht. Auch Füchse und Katzen stellen eine Gefahr für die Art dar. Bis er 2012 erneut gesichtet wurde, war davon ausgegangen worden, dass der Riesenbeutelmarder in der Region bereits ausgestorben sei, wie Bennett erläuterte.

Die Forscherin erwartet, dass die Methode, Amateur-Spürhunde für Artenforschung einzusetzen, auf weitere Spezies ausgedehnt werden wird. Die Arbeit mit Hunden von Privatpersonen sei eine kostengünstige Alternative zu anderen aufwändigen Methoden. Und Leute, die sich für Hundetraining interessieren, seien nicht schwer zu finden.  (A.Stefanowych--DTZ)

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