20.09.2017
 Berlin
 10 °C
 Nebel
 Hamburg
 12 °C
 leichte Regenschauer
 Köln
 11 °C
 Nebel
 Dresden
 10 °C
 Überwiegend bewölkt
 Leipzig
 10 °C
 Nebel
 Rostock
 11 °C
 leichte Regenschauer
 Hannover
 11 °C
 Nebel
 Duisburg
 11 °C
 Nebel
 Nürnberg
 9 °C
 Nebel
 Stuttgart
 11 °C
 Überwiegend bewölkt
 Bremen
 11 °C
 leichte Regenschauer

Mali: Al-Kaida-Ableger - Video von sechs ausländischen Geiseln

Sonntag, 02. Juli 2017

Der Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida in Mali hat ein Video von sechs ausländischen Geiseln veröffentlicht. Das auf die Überwachung islamistischer Websites spezialisierte US-Unternehmen Site berichtete, dass in dem Video  auch eine Schweizerin und eine Französin zu sehen seien. Bei einem Besuch in Mali kündigte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am heutigen Sonntag (02.07.2017) an, die Staaten der Region verstärkt im Anti-Terror-Kampf zu unterstützen - er baut dabei auch auf zusätzliche Hilfe aus Deutschland.

In dem Video der Extremistengruppe Nusrat al-Islam wal Muslimin hieß es, die Französin Sophie Pétronin hoffe, der französische Präsident würde ihr helfen, zu ihrer Familie zurückkehren zu können. Die Leiterin einer Kinderhilfsorganisation war Ende 2016 im Norden Malis entführt worden, bisher hatte sich niemand zu der Tat bekannt. In dem undatierten Video soll auch die im Januar 2016 entführte Schweizer Missionarin Beatrice Stockly zu sehen sein.

Die Stimme in dem Video stellte die Geiseln nacheinander vor, neben Stockly und Pétronin einen Rumänen, einen Australier, einen Kolumbianer und einen Südafrikaner. Verhandlungen über deren Freilassung hätten noch nicht begonnen, sagten die Entführer.

Unterdessen kündigte Macron bei einem Gipfel von fünf Sahel-Staaten in Malis Hauptstadt Bamako an, Frankreich werde bis Ende des Jahres 70 Militärfahrzeuge im Wert von mehr als acht Millionen Euro in die Region liefern. Sie sollen von einer neuen internationalen Einsatztruppe genutzt werden, die fünf afrikanische Staaten im Februar ins Leben gerufen hatten.

Tschad, Mauretanien, Mali, Niger und Burkina Faso hatten sich im Februar als G5 zusammengeschlossen, um mit einer 5000 Mann starken Einheit islamistische Extremisten in der Sahel-Region zu bekämpfen. Macron sagte, er sei guten Mutes, dass auch die Bundesregierung nach dem deutsch-französischen Ministerrat am 13. Juli die neue internationale Allianz unterstützen werde.

In Mali sind zahlreiche europäische Soldaten stationiert. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden Malis zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen. Die Bundeswehr unterstützt in Mali die EU-Mission sowie den Einsatz der Vereinten Nationen mit mehreren hundert Soldaten.  (U.Beriyev--DTZ)

Weitere interessante Artikel
Top