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Katar will offiziell auf Forderungen seiner Gegner reagieren

Sonntag, 02. Juli 2017

Im Streit mit Saudi-Arabien und mehreren anderen arabischen Staaten will Katar am heutigen Montag (03.07.2017) offiziell auf die ultimative Forderungsliste seiner Gegner reagieren. Die offizielle Reaktion des katarischen Emirs Scheich Tamim bin Hamad al-Thani werde am Montagmorgen dem als Vermittler tätigen Emir von Kuwait, Scheich Sabah al-Ahmed al-Sabah, übermitteilt, teilten die Behörden in Doha am Sonntag mit. Der katarische Außenminister werde das Schreiben überreichen.

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am 5. Juni ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen den gasreichen Wüstenstaat verhängt. Sie werfen Katar die Unterstützung von Terror-Gruppen vor.

Am 22. Juni 2017 legten sie dann eine Liste mit 13 ultimativen Forderungen an Doha vor. Unter anderem verlangen sie, dass Doha seine Beziehungen zum Iran zurückfährt, den einflussreichen Nachrichtensender Al-Dschasira schließt ebenso wie einen türkischen Militärstützpunkt in Katar. Die Regierung in Doha erhielt zehn Tage Zeit, um die Forderungen zu erfüllen. Die Frist lief somit eigentlich am Sonntag aus.

Der katarische Außenminister Scheich Mohammed al-Thani hatte die Forderungsliste am Samstag bereits indirekt zurückgewiesen. Er warf Saudi-Arabien und seinen Verbündeten vor, ganz bewusst unannehmbare Forderungen gestellt zu haben. Jedem sei klar, "dass diese Forderungen dazu bestimmt sind, sich die Souveränität Katars anzueignen", sagte al-Thani nach einem Treffen mit seinem italienischen Kollegen Angelino Alfano in Rom.

Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in Russland, Omar Ghobasch, hatte Doha diese Woche vor weiteren Strafmaßnahmen gewarnt. Abgesehen von der Aussetzung von Katars Mitgliedschaft im Golfkooperationsrat könnten Katars Gegner ihre Handelspartner vor die Wahl stellen, entweder mit ihnen oder mit Katar Geschäfte zu machen, sagte Ghobasch nach Information von Deutsche Tageszeitung.  (U.Stolizkaya--DTZ)

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