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Syrien droht den USA im Falle eines Angriffs mit Vergeltung

Montag, 03. Juli 2017

Die Regierung in Damaskus hat den USA im Falle eines erneuten Angriffs auf syrische Regierungstruppen mit Vergeltung gedroht. "Wir wären nicht überrascht, wenn die USA neue Angriffe in Syrien verüben", sagte der syrische Vize-Außenminister Faisal Mokdad am Montag bei einer Pressekonferenz in Damaskus. "Aber sie müssen sich der Möglichkeiten des Gegenschlags bewusst sein und wissen, dass die Antwort Syriens und seiner Verbündeten anders sein wird als nach dem ersten Angriff."

Anfang April war im syrischen Chan Scheichun ein Giftgas-Angriff verübt worden, bei dem mindestens 87 Menschen getötet wurden und für den westliche Staaten die Truppen von Syriens Machthaber Baschar al-Assad verantwortlich machten. Als Reaktion beschoss die US-Armee den syrischen Luftwaffenstützpunkt Al-Schairat, von dem der Giftgas-Angriff ausgegangen sein soll, mit Marschflugkörpern.

Vor einer Woche warf die US-Regierung der syrischen Regierung vor, einen weiteren Chemiewaffen-Angriff vorzubereiten. Sie verwies dabei auf verdächtige Aktivitäten auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Schairat und drohte Damaskus mit Repressionen. Diese Warnung werde von der syrischen Regierung "ernst genommen", erklärte US-Verteidigungsminister Jim Mattis Ende Juni.

Den US-Angriff auf Al-Schairat hatten die syrische Regierung und das mit ihr verbündete Russland zwar scharf verurteilt, eine militärische Reaktion gab es aber nicht.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump wolle "der Welt zeigen, dass sie stark ist und überall zuschlagen kann", sagte Mokdad bei seiner Pressekonferenz. "Natürlich können verrückte Menschen überall zuschlagen", fügte der Vize-Minister in Anspielung auf Trumps oft unberechenbaren außenpolitischen Kurs hinzu. Mokdad bekräftigte, dass Syrien keine Chemiewaffen mehr besitze.

Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) hatte am Donnerstag einen Bericht vorgelegt, in dem festgestellt wird, dass die Opfer des Angriffs in Chan Scheichun "Saringas oder einer Saringas-ähnlichen Substanz" ausgesetzt waren. Ein gemeinsames Gremium der OPCW und der UNO soll nun klären, ob die syrische Regierung hinter dem Angriff steckte.  (U.Stolizkaya--DTZ)

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