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Hamburg: Ausschreitungen vor offiziellem Beginn des G20-Gipfel

Freitag, 07. Juli 2017

Kurz vor dem offiziellen Beginn des G20-Gipfels ist es erneut zu Ausschreitungen gekommen. Im Stadtteil Altona hätten am heutigen Freitagmorgen (07.07.2017) rund 60 Vermummte Polizisten mit Steinen und Böllern angegriffen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Auch drei Streifenwagen seien attackiert worden. Die Polizei teilte im Kurzbotschaftendienst Twitter mit, dass in Altona mehrere geparkte Autos angezündet worden seien.

Rund um die eingerichtete Sicherheitszone für das Treffen der Staats- und Regierungschefs kamen laut einer Polizeisprecherin an verschiedenen Stellen Demonstranten zusammen. Momentan sei es aber noch "weitgehend ruhig". Auf Twitter mahnte die Polizei, Versammlungen im Transferkorridor würden nicht geduldet.

Zuvor hatte es bis in die Nacht hinein bei Protesten gewalttätige Auseinandersetzungen gegeben, bei denen dutzende Polizisten und linksgerichtete Demonstranten verletzt wurden. Mehrere tausend Menschen waren am Donnerstagabend zu dem Protestmarsch "Welcome to hell" (Willkommen in der Hölle) zusammengekommen, den die Polizei nach wenigen Metern stoppte. Sie forderte rund 1000 vermummte Autonome auf, ihre Maskierungen abzulegen. Als die Einsatzkräfte versuchten, diesen "Schwarzen Block" vom Rest der Kundgebung zu trennen, eskalierte die Lage.

Am Freitagmorgen beginnt in Hamburg das mit Spannung erwartete Gipfeltreffen. Gastgeberin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die die Staats- und Regierungschefs der großen Industrie- und Schwellenländer in den Messehallen empfängt. Als erstes Thema steht der Kampf gegen den Terrorismus auf der Tagesordnung. Anschließend soll über die strittigen Themen Klimaschutz und Welthandel beraten werden, bei denen vor allem US-Präsident Donald Trump eine abweichende Haltung einnimmt.  (P.Tomczyk--DTZ)

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