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NRW-Ministerpräsident Laschet (CDU) warnt vor einem Rechtsruck

Samstag, 08. Juli 2017

Der neue nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat seine Partei vor einem Rechtsruck im Bundestagswahlkampf gewarnt. "Die Union wird heute und auch in der Zukunft Wahlen nur in der Mitte gewinnen", sagte Laschet in einem Interview nach Informationen von Deutsche Tageszeitung. "Die These, man gewinne Wahlen, indem man die Tonlage des rechten Rands laut und aggressiv übernimmt, ist durch die NRW-Wahl widerlegt."

Laschet hatte im Mai die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen überraschend gewonnen. Zusammen mit der FDP löste die CDU die rot-grüne Koalition unter der bisherigen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) ab. Laschet hatte im Wahlkampf keine kritischen Töne gegenüber der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angeschlagen.

"In den katholischen, konservativen Landesteilen leben und arbeiten unsere Stammwähler, die AfD liegt dort unter fünf Prozent", sagte Laschet. Mit Feinheiten zu Islamgesetzen würden Protestwähler, die mit der AfD sympathisierten, ohnehin nicht erreicht. Diese Themen "verschrecken aber die bürgerlichen, christlich engagierten Menschen", sagte Laschet. Zumal das Flüchtlingsthema nicht mehr so bestimmend sei, fügte er hinzu. "Die Leute sorgen sich heute eher um ihre Sicherheit."  (M.Dylatov--DTZ)

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