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FDP setzt im Wahlkampf auf Parteichef Lindner und "Regelbruch"

Montag, 10. Juli 2017

Die FDP stellt ihre Kampagne für die Bundestagswahl unter das Motto "Denken wir neu". "Wir wollen unser ganzes Land einladen, über bestimmte Fragen neu nachzudenken", sagte FDP-Parteichef Christian Lindner bei der Vorstellung der Kampagne am heutigen Montag (10.07.2017) in Berlin. Das betreffe etwa die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit, die Frage der Gerechtigkeit oder der sozialen Verantwortung.

Die freien Demokraten stellten drei Motive für ihre Plakate vor, von denen nach jetzigem Stand etwa 6000 in Deutschland aufgehängt werden sollen. Das sind deutlich mehr als bei der Bundestagswahl 2013, als die Liberalen aus dem Parlament flogen. Mit fünf Millionen Euro sollen die Ausgaben der Bundespartei für die Kampagne etwa so hoch sein wie vor vier Jahren.

Auf den präsentierten Plakaten sind die Slogans "Manchmal muss ein ganzes Land vom 10er springen", "Die Digitalisierung ändert alles. Wann ändert sich die Politik?" und "Ungeduld ist auch eine Tugend" zu lesen. Die Kampagne sei getragen "von Optimismus, von Gestaltungsfreude, von Selbstironie", sagte Lindner, der die FDP bei der Wahl am 24. September zurück in den Bundestag führen will.

Ergänzt werden die Sprüche durch für Wahlplakate ungewöhnlich lange Texte, in denen die FDP ihre Positionen darlegt. Diese Gestaltung sei ein "Regelbruch", sagte FDP-Bundesgeschäftsführer Marco Buschmann. "Wir setzen darauf, dass wir Menschen repolitisieren."

"Wir stellen unser Programm in den Mittelpunkt der Kampagne", sagte FDP-Generalsekretärin Nicola Beer dazu. Die FDP stelle sich damit dem Mythos entgegen, dass Wahlkampf niemals etwas mit Inhalten zu tun habe. Die FDP bemühte sich in den vergangenen Monaten, dem Eindruck entgegenzutreten, die Partei sei eine "One-Man-Show" um den schlagfertigen und telegenen Vorsitzenden Lindner. Nach dem guten Abschneiden der Liberalen bei der NRW-Landtagswahl im Mai sagte er dazu, es gebe keine "Strategie der Fokussierung auf wenige Gesichter".

Die drei am Montag vorgestellten Plakate zeigen nun allein Lindner, fotografiert wie ein Model von dem Fotografen Olaf Heine, der sonst Popstars und Schauspieler wie die Rocksänger Bono und Iggy Pop oder die Band Rammstein ablichtet. Angesprochen auf die Fokussierung der Plakate auf ihn, sagte Lindner: "Wir halten das genauso wie Union und SPD, die ihre bundesweiten Spitzenkandidaten nach vorne stellen."

Die FDP sieht sich als Partei der Digitalisierung und will soziale Medien intensiv in den Wahlkampf einbinden. Zudem sollen Interessierte sich das Wahlprogramm als Podcast herunterladen können, gelesen von FDP-Kandidaten.  (M.Dylatov--DTZ)

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