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Irakische Armee meldet weiter schwere Gefechte in Mossul

Montag, 10. Juli 2017

Einen Tag nach der von der irakischen Regierung verkündeten Rückeroberung von Mossul haben sich Dschihadistenkämpfer und Regierungsarmee am Montag zunächst weiter erbitterte Gefechte geliefert. Regierungschef Haider al-Abadi erklärte, der vollständige Sieg in der Stadt sei dennoch "sicher" und nur noch eine Frage der Zeit.

Armeekommandeur Sami al-Aridhi berichtete am heutigen Montag (10.07.2017) von "schweren" Gefechten mit den letzten verbliebenen IS-Kämpfern. Die Dschihadisten hielten sich demnach in einem etwa 100 mal 200 Meter großen Gebiet der Altstadt verschanzt. "Sie wollen sich nicht ergeben", sagte al-Aridhi. "Sie rufen: ’Wir kapitulieren nicht, wir wollen sterben.’"

Nach neun Monaten erbitterter Kämpfe hatte die irakische Regierung am Sonntag den Sieg über den IS in dessen Hochburg Mossul verkündet. In der Großstadt im Norden des Irak waren allerdings weiterhin Schüsse zu hören. Al-Abadi erklärte nach einem Besuch in Mossul, er werde den vollständigen Sieg erst dann ausrufen, wenn die letzten Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aus der Stadt vertrieben seien.

"Der Sieg ist sicher, und was vom IS übrig ist, ist eingekreist", sagte der Ministerpräsident. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir dem Volk diesen großen Sieg verkünden." Aus "Respekt" vor den Soldaten, die weiterhin gegen die letzten IS-Anhänger in der Stadt kämpften, wolle er noch offiziell den Sieg ausrufen.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sprach von einer "entscheidenden Etappe" im Kampf gegen den IS, Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) von einem "wichtigen Zwischenschritt".

Von der Leyen betonte, es sei richtig gewesen, "den eiskalten IS-Terror mit militärischer Stärke zu stoppen". Jetzt komme der "nächste wichtige Schritt der Versöhnung und des Wiederaufbaus". Das Ziel sei ein Irak, in dem die verschiedenen Volksgruppen und Religionen "gemeinsam für eine gute Zukunft arbeiten".

Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon lobte die irakische Regierung und die Streitkräfte für deren Erfolg im Kampf gegen den IS in Mossul. Aber es müsse "noch viel getan" werden, um die Dschihadistenmiliz vollständig aus Mossul und Umgebung zu vertreiben, erklärte Fallon. Zudem seien "Säuberungseinsätze" nötig, weil es die Gefahr von Sprengsätzen gebe.

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif beglückwünschte den Irak zur "Befreiung" Mossuls. Die Regierung, die Armee und der ganze Iran seien bereit, dem Irak beim Wiederaufbau der zerstörten Städte und der Infrastruktur zu helfen, erklärte der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Ali Schamchani, laut der Nachrichtenagentur Irna.  (I.Beryonev--DTZ)

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