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Deutschland: Hartz-IV-Bezieher sind immer länger arbeitslos

Dienstag, 11. Juli 2017

Hartz-IV-Empfänger sind deutlich länger ohne Arbeit als noch vor einigen Jahren: Ihre durchschnittliche Arbeitslosigkeit lag im vergangenen Jahr bei 629 Tagen, wie Linken-Fraktionsvize Sabine Zimmermann am heutigen Dienstag (11.07.2017) unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Das sind 74 Tage oder 13,3 Prozent mehr als im Jahr 2011.

"Die Perspektivlosigkeit für Hartz-IV-Beziehende hat in den letzten Jahren zugenommen", erklärte Zimmermann. Dass die Erwerbslosigkeit im Hartz-IV-System steige, sei ein "blamables Ergebnis für die Bundesregierung und leider logische Konsequenz des arbeitsmarktpolitischen Stillstands". Seit 2010 seien die Leistungen zur Eingliederung in Arbeit zudem drastisch gekürzt worden. Über die Zahlen hatte die "Passauer Neue Presse" zuerst berichtet.

Der Sozialverband VdK kritisierte die Entwicklung. "Menschen, die mehr als ein Jahr arbeitslos sind, haben es besonders schwer, einen Job auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden", erklärte Verbandspräsidentin Ulrike Mascher. "Um die Langzeitarbeitslosigkeit und damit einhergehende verfestigte Armut ernstlich zu bekämpfen, bedarf es einer nachhaltigen und mit entsprechenden finanziellen Mitteln ausgestatteten Arbeitsförderung."

Die Arbeiterwohlfahrt forderte einen sozialen Arbeitsmarkt, bei dem die soziale Teilhabe im Mittelpunkt stehe. "Er muss Instrumente beinhalten, die den Neigungen und Bedürfnissen der arbeitslosen Menschen entgegenkommen", erklärte der Awo-Bundesverband. Zudem müsse sozialpädagogische Begleitung und Qualifizierung der Betroffenen gewährleistet sein.  (U.Beriyev--DTZ)

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