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USA wollen Katar-Krise mit Anti-Terror-Abkommen entschärfen

Mittwoch, 12. Juli 2017

Zur Entschärfung der Krise am Golf haben die USA mit Katar ein Abkommen zur Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf geschlossen. US-Außenminister Rex Tillerson und sein katarischer Kollege Mohammed bin Abdulrahman al-Thani unterzeichneten aktuell in Doha ein entsprechendes Abkommen. Katars Gegner Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten wollen ihren Druck auf das Golfemirat dennoch aufrecht erhalten.

Tillerson sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit al-Thani, das neue Abkommen solle dabei helfen, "den Terrorismus aus der Welt zu schaffen". Ziel des Abkommens sei es, die "Finanzierung von Terrorismus" zu unterbinden.

"Katar ist der erste Staat, der mit den USA ein Abkommen gegen Terrorfinanzierung schließt", sagte Katars Außenminister al-Thani. Er rief Saudi-Arabien und die anderen Gegner Dohas dazu auf, sich der Vereinbarung mit den USA anzuschließen.

Katars Gegner bezeichneten die Vereinbarung zwischen den USA und der Regierung in Doha hingegen als "unzureichend". Den Zusagen Katars sei nicht zu trauen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung, die von der saudiarabischen Nachrichtenagentur SPA veröffentlicht wurde. Katar müsse "die Finanzierung und Unterstützung des Terrorismus" einstellen. Die Sanktionen gegen Katar würden erst dann aufgehoben, wenn das Land diese Forderungen erfülle.

Die vier arabischen Staaten hatten am 5. Juni ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen den gasreichen Wüstenstaat verhängt. Sie werfen Katar eine Unterstützung von Terrorgruppen und eine zu große Nähe zu Saudi-Arabiens Erzrivalen Iran vor. Eine Liste mit 13 Forderungen, darunter auch die Schließung des Nachrichtensenders Al-Dschasira, wies Katar zurück.

Tillerson war am Montag an den Golf gereist, um mit Katar und seinen Gegnern Gespräche zur Entschärfung des Konflikts zu führen. Nach Gesprächen mit Katars Emir Scheich Tamim bin Hamad al-Thani äußerte sich der US-Außenminister optimistisch. Er sei "hoffnungsvoll", dass Fortschritte zur Lösung des Konflikts erreicht werden könnten. Katar sei in seinen Positionen "ziemlich klar" und habe sich in dem Konflikt "vernünftig" verhalten.

Am Mittwoch wird Tillerson in Saudi-Arabien zu Gesprächen über die Krise am Golf erwartet. In Dschiddah trifft er sich nach Angaben der Regierung in Kairo mit dem ägyptischen Außenminister und seinen Kollegen aus Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten.  (S.A.Dudajev--DTZ)

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