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Russland: Inhalt der Mails von Trump-Sohn sind "Erfindungen"

Mittwoch, 12. Juli 2017

Der russische Milliardär Aras Agalarow hat bestritten, vor einem Treffen des ältesten Sohns von US-Präsident Donald Trump mit einer russischen Anwältin belastende Informationen über die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton angeboten zu haben. "Das sind Erfindungen", sagte Agalarow am heutigen Mittwoch (12.07.2017) im Radiosender Business FM. "Ich weiß nicht, wer sie erfunden hat und was Hillary Clinton damit zu tun hat", fügte der Geschäftsmann hinzu.

Donald Trump junior hatte am Dienstag unter wachsendem Druck mehrere brisante E-Mails veröffentlicht. Der Mailwechsel belegt, dass der britische Publizist Robert Goldstone während des Wahlkampfes im Juni 2016 ein Treffen des Trump-Sohns mit der russischen Anwältin Natalia Weselnizkaja arrangierte. Goldstone stellte dabei belastendes Material über Clinton in Aussicht. Trump junior reagierte auf das Angebot mit den Worten: "Wenn es das ist, was Sie sagen, liebe ich es."

Goldstone arbeitet als Agent für Agalarows Sohn, den russischen Popsänger Emin Agalarow. Aras Agalarow war zudem der Geschäftspartner des heutigen US-Präsidenten beim "Miss Universe"-Schönheitswettbewerb in Moskau 2013. Die Agalarow-Familie unterhält laut "Washington Post" auch enge Verbindungen zum russischen Staatschef Wladimir Putin.

Goldstone, ein britischer Freund der Trumps, hatte in einer seiner E-Mails an den Trump-Sohn geschrieben, der russische Generalstaatsanwalt habe bei einem Treffen mit Agalarow angeboten, Trumps Wahlkampfteam "offizielle Dokumente" über angebliche Russland-Verbindungen Clintons zu verschaffen. Russland und die russische Regierung wollten damit seinen Vater unterstützen.

Agalarow wies diese Angaben nun als "Erfindungen" zurück. In dem Radiointerview gab er zudem an, Goldstone "nicht gut" zu kennen.

Trump junior hatte sich im Juni 2016 im New Yorker Trump Tower mit der russischen Anwältin getroffen. An dem Treffen nahmen auch der Trump-Schwiegersohn und heutige Präsidentenberater Jared Kushner sowie der damalige Trump-Wahlkampfmanager Paul Manafort teil. Beide Seiten bestehen aber darauf, dass bei dem Treffen keine Informationen über Clinton weitergegeben wurden.  (A.Nikiforov--DTZ)

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