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Trump nimmt seinen Sohn erneut in Russland-Affäre in Schutz

Freitag, 14. Juli 2017

In der Affäre um dubiose Russland-Kontakte hat US-Präsident Donald Trump seinen Sohn erneut in Schutz genommen. Ein Gesprächsangebot, wie es sein Sohn im vergangenen Jahr im Wahlkampf akzeptiert hatte, hätten "die meisten in der Politik tätigen Leute angenommen", sagte der US-Präsident bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Staatschef Emmanuel Macron in Paris.

Donald Trump junior hatte sich mit einer russischen Anwältin getroffen, nachdem ihm belastende Informationen über die Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton aus der Hand des russischen Generalstaatsanwalts in Aussicht gestellt worden waren.

Sein Sohn sei ein "wunderbarer junger Mann", sagte Trump. Er habe damals "Nachforschungen über den Gegner" betrieben, was "Standard in der Politik" sei. Politik sein nun mal nicht "das netteste Geschäft der Welt".

Der US-Präsident betonte, dass die Anwältin Natalia Weselnizkaja keine russische "Regierungsanwältin" gewesen und das Gespräch im Trump Tower "sehr, sehr schnell" über die Bühne gegangen sei.

Allerdings hatte der britische Mittelsmann, der das Treffen eingefädelt hatte, Weselnizkaja in einer E-Mail im Vorfeld als Anwältin der russischen Regierung beschrieben. Der Kreml bestreitet, Weselnizkaja zu kennen. Der Mailwechsel im Vorfeld des Treffens war von dem ältesten Trump-Sohn am Dienstag selber veröffentlicht worden. Auch er bezeichnete das Treffen als normalen Vorgang im Rahmen von Recherchen über den politischen Gegner. Später räumte er aber ein, dass er wohl "ein bisschen anders" mit dem Gesprächsangebot hätte umgehen sollen.

Der Trump-Sohn sagte auch, das Treffen habe nur 20 Minuten gedauert. Weselnizkaja habe kein brauchbares Material über die Wahlkampfrivalin seines Vaters gehabt. Insofern habe es sich bei dem Treffen um Zeitverschwendung gehandelt, was eine "Schande" gewesen sei.

Trump hatte seinen Sohn bereits am Vortag als "unschuldig" bezeichnet. Er ließ aber in den vergangenen Tagen auch mitteilen, dass er von dem Treffen seines Sohnes mit Weselnizkaja und dem Mailwechsel erst jetzt erfahren habe.

Bei der Unterredung mit der Anwältin im Juni 2016 waren auch Trumps Schwiegersohn und heutiger Spitzenberater Jared Kushner sowie der damalige Wahlkampfmanager Paul Manafort zugegen. Trump sagte dazu in Paris ohne Nennung von Namen, einer der Anwesenden habe nach Beginn des Treffens "fast sofort" den Raum verlassen. Der zweite ebenfalls Anwesende habe dem Gespräch nicht richtig zugehört.  (U.Stolizkaya--DTZ)

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