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Macron-Trump: Gute Beziehungen zwischen USA und Frankreich

Freitag, 14. Juli 2017

US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron haben bei einem Treffen in Paris trotz einiger Konfliktpunkte ihren Willen zur Zusammenarbeit bekundet. "Die Freundschaft zwischen unseren beiden Nationen und uns selbst ist unzerbrechlich", sagte Trump am heutigen Freitag (14.07.2017) nach Informationen von Deutsche Tageszeitung im Pariser Elysée-Palast. Macron betonte die Kooperation unter anderem beim Anti-Terror-Kampf, verwies aber auch auf "Meinungsverschiedenheiten" beim Klimaschutz.

"Frankreich ist Amerikas erster und ältester Verbündeter", sagte Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. "Viele Menschen wissen das nicht." Es gehe jetzt unter anderem darum, die Partnerschaft in Sicherheitsfragen zu stärken.

Macron verwies auf die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auf vielen Feldern. So gebe es bei Themen wie der "Sicherheit unserer Länder, dem Kampf gegen den Terrorismus, der Stabilität im Nahen Osten, in Libyen, in der Sahelzone" eine "gemeinsame Entschlossenheit". Das gemeinsame Abendessen am Donnerstagabend in einem Sterne-Restaurant im Eiffelturm werde ein "Abendessen unter Freunden".

Zugleich sprach der französische Präsident den Konfliktpunkt Klimaschutz an. "Wir kennen unsere Meinungsverschiedenheiten", sagte Macron. Er respektiere Trumps Entscheidung, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszusteigen. Er selbst bleibe dem Abkommen verbunden, wolle es "Schritt für Schritt" umsetzen - und hoffe auf weitere Diskussionen mit den USA.

Schon zuvor hatte Macron beim deutsch-französischen Ministerrat an der Seite von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) deutlich gemacht, er wolle Trump noch umstimmen: "Mein Wunsch ist, ihn letztlich überzeugen zu können."

Der US-Präsident wiederum deutete an, mit Blick auf das Klimaabkommen "könnte etwas passieren". "Wir werden sehen, was passiert." Konkrete Angaben machte Trump nicht. Der US-Präsident hatte Anfang Juni den Austritt seines Landes aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt und damit bei Regierungen und Umweltschützern weltweit für Fassungslosigkeit gesorgt.

Neben dem Klimaschutz hat auch Trumps ablehnende Haltung zum Freihandel für Konflikte zwischen den USA und den EU-Staaten gesorgt: Trump sieht den Freihandel anders als frühere US-Regierungen kritisch, mit seiner "America first"-Ideologie will er den Interessen der US-Wirtschaft absolute Priorität geben. Trump war am gestrigen Donnerstag zu einem zweitägigen Besuch in Paris eingetroffen. Er und seine Ehefrau Melania wurden vom Ehepaar Macron im Ehrenhof des Pariser Invalidendoms empfangen. Macron führte die Gäste anschließend zum Grabmal des Kaisers Napoleon - wo Trump die Figur der 64-jährigen Brigitte Macron lobte: "Wissen Sie, Sie sind in so einer großartigen Form... schön."

Die Präsidentengattinnen besuchten am Nachmittag die Pariser Kathedrale Notre-Dame und machten eine Bootstour auf der Seine, während sich die Staatschefs im Elysée-Palast zu politischen Gesprächen zurückzogen. Am Abend war ein Diner im Sterne-Restaurant "Jules Verne" im zweiten Stock des Pariser Eiffelturms geplant.

Anlass für Trumps Paris-Besuch ist die Militärparade auf den Champs-Elysées zum französischen Nationalfeiertag am Freitag. Trump ist in diesem Jahr Ehrengast, denn bei der Militärparade wird auch an den Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg vor hundert Jahren erinnert.

Bei Trumps Besuch gelten in Paris strenge Sicherheitsvorkehrungen. Allein für die Absicherung der Militärparade werden angesichts der Anschlagsgefahr 3500 Polizisten im Einsatz sein.  (U.Beriyev--DTZ)

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