21.08.2017
 Berlin
 18 °C
 Überwiegend bewölkt
 Hamburg
 18 °C
 Regenschauer
 Köln
 20 °C
 klarer Himmel
 Dresden
 17 °C
 Überwiegend bewölkt
 Leipzig
 19 °C
 Überwiegend bewölkt
 Rostock
 18 °C
 Regenschauer
 Hannover
 18 °C
 Überwiegend bewölkt
 Duisburg
 20 °C
 klarer Himmel
 Nürnberg
 19 °C
 klarer Himmel
 Stuttgart
 20 °C
 klarer Himmel
 Bremen
 19 °C
 Überwiegend bewölkt

US-Präsident Trump legt mit Drohungen an Nordkorea nach

Freitag, 11. August 2017

US-Präsident Donald Trump hat Nordkoreas Angriffswarnung mit einer neuen Drohung gekontert. "Nordkorea sollte sich lieber zusammenreißen, sonst wird es Ärger kriegen wie nur wenige Staaten zuvor", sagte Trump aktuell in Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey. Nordkorea sollte "sehr, sehr nervös" sein, selbst wenn es über einen Angriff auf die USA nur nachdenke. US-Verteidigungsminister Jim Mattis betonte hingegen, er setze in erster Linie auf Diplomatie.

Seine vorige Botschaft an die Regierung in Pjöngjang sei "vielleicht nicht hart genug" gewesen, sagte Trump am Donnerstag auf seiner Golfanlage in Bedminster. Er warnte Pjöngjang davor, "auch nur daran zu denken", die USA oder ihre Verbündeten anzugreifen. Es würden ihnen "Dinge zustoßen, die sie niemals für möglich gehalten haben", sagte Trump. Gleichzeitig betonte er, die USA seien weiterhin offen für Verhandlungen.

Kritik an seinen Drohungen in Richtung Pjöngjang wies der Präsident zurück. Es sei "an der Zeit, dass jemand für die Menschen in diesem Land eintritt und auch für die Menschen in anderen Ländern".

Trump hatte am Dienstag gesagt, er werde im Atomstreit mit Nordkorea mit "Feuer und Wut" auf Provokationen reagieren. Daraufhin drohte das weitgehend isolierte Land mit dem Raketenbeschuss von Zielen im Umfeld von Guam. Auf der Insel im Westpazifik sind rund 6000 US-Soldaten stationiert. Das US-Außengebiet liegt rund 3300 Kilometer von Pjöngjang entfernt.

Die verbale Eskalation des Konflikts rief international Besorgnis hervor. Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen warnte davor, "dass ungewollt etwas außer Kontrolle gerät". Die Situation sei inzwischen so gefährlich, dass "man nicht mit dem Feuer spielen darf", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag in einem Interview.

Im Gegensatz zu Trump war US-Verteidigungsminister Mattis am gestrigen Donnerstag offenbar um eine Entschärfung der Auseinandersetzung bemüht. Ein Krieg mit Nordkorea wäre "katastrophal", sagte der Pentagon-Chef. Er setze weiter auf Diplomatie. Es seien bereits "diplomatische Ergebnisse" zu sehen und diesen Weg wolle er fortsetzen.

Welche Ergebnisse er meinte, ließ Mattis offen. Womöglich bezog er sich auf die Entscheidung des UN-Sicherheitsrats, der am Samstag die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea verschärft hatte, um die Regierung in Pjöngjang im Streit um ihr Raketenprogramm zum Einlenken zu bewegen. Auch Nordkoreas wichtigster Verbündeter China unterstützte die neue Sanktionsrunde.

Dessen ungeachtet rief Trump Peking am Donnerstag erneut auf, den Druck auf Nordkorea weiter zu erhöhen. "Ich denke, China kann sehr viel mehr tun", sagte der US-Präsident. Er hatte China bereits mehrfach vorgeworfen, zu wenig zur Lösung des Konflikts beizutragen. Pjöngjang treibt trotz internationaler Sanktionen seit Jahren sein Raketen- und Atomwaffenprogramm voran. Im Juli testete Nordkorea zwei Interkontinentalraketen, mit denen das Land nach Einschätzung von Experten das US-Festland treffen könnte.  (U.Beriyev--DTZ)

Weitere interessante Artikel
Top