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Hilfsorganisation: Sieben Weißhelme im Nordwesten Syriens getötet

Samstag, 12. August 2017

Im Nordwesten Syriens sind sieben Mitarbeiter der Hilfsorganisation Weißhelme getötet worden. Wie die Organisation am Samstag auf ihrer Homepage mitteilte, wurden ihre Mitarbeiter im Morgengrauen in ihrem Einsatzzentrum in Sarmin in der Provinz Idlib überfallen. Zwei Kleinbusse, Funksprechgeräte und die als Erkennungszeichen dienenden weißen Helme seien gestohlen worden. Es war zunächst nicht klar, ob es sich um einen Raubüberfall oder eine politisch motivierte Tat handelte.

"Unbekannte sind in das Rettungszentrum in Sarmin eingedrungen und haben sieben Freiwillige getötet", teilten die Weißhelme mit. Die Organisation verbreitete Fotos der Leichen, die in Blutlachen lagen. "Die sieben Helfer wurden mit Kopfschüssen getötet", sagte der Leiter der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman. Dutzende Menschen nahmen an der Beisetzung der Getöteten teil. Das Rettungszentrum wurde geschlossen. In der Provinz Idlib sind überwiegend islamistische und dschihadistische Gruppen aktiv.

Die Weißhelme bemühen sich um die Rettung von Zivilisten, die im syrischen Bürgerkrieg verletzt werden. Das Einsatzgebiet befindet sich in Regionen, die nicht von den syrischen Regierungstruppen kontrolliert werden. Die Regierung in Damaskus sieht in ihnen Marionetten ausländischer Regierungen. Im vergangenen Jahr waren die Weißhelme für den Friedensnobelpreis nominiert. Die Weißhelme werden unter anderem von Großbritannien, den Niederlanden, Japan, den USA und Deutschland finanziell unterstützt.  (P.Tomczyk--DTZ)

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