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Bob Geldof gibt Preis der Stadt Dublin aus Protest gegen Rohingya-Verfolgung zurück

Dienstag, 14. November 2017

Der irische Popsänger und Aktivist Bob Geldof hat aus Protest gegen die myanmarische Politikerin Aung San Suu Kyi eine hohe Auszeichnung zurückgegeben. Geldof brachte am Montag den "Freedom of the City of Dublin"-Preis, mit dem er wie Suu Kyi ausgezeichnet wurde, ins Rathaus der irischen Hauptstadt zurück.

An Suu Kyi, die außerdem Trägerin des Friedensnobelpreises ist, übte der Sänger wegen der Verfolgung der muslimischen Minderheit der Rohingya in Myanmar scharfe Kritik: "Dublin sollte keinerlei Verbindung zu dieser Frau haben", erklärte Geldof. "Wir wurden betrogen, sie ist eine Mörderin."

Er bezeichnete Suu Kyi, die im Jahr 1999 den Preis der irischen Hauptstadt erhalten hatte, als "Gehilfin des Völkermordes" und forderte, dass ihr auch der Nobelpreis aberkannt wird. Geldof brachte außerdem ein Verfahren gegen Suu Kyi am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ins Spiel.

Geldof, Sänger der Band Boomtown Rats und Organisator des Wohltätigkeitsprojekts "Band Aid", hatte die Auszeichnung der Stadt Dublin im Jahr 2005 erhalten.

Myanmars faktische Regierungschefin Suu Kyi steht wegen der brutalen Verfolgung der Rohingya international in Kritik. Seit Beginn der Eskalation des Konflikts Ende August wurden hunderte Menschen der muslimischen Minderheit durch das Militär Myanmars getötet, ihre Häuser wurden niedergebrannt. Rund 600.000 Rohingya flüchteten ins Nachbarland Bangladesch. Die UNO stufte das Vorgehen der Armee gegen die Rohingya als "ethnische Säuberung" ein.

(P.Tomczyk--DTZ)

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