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USA: Trump zollt Bürgerrechtsikone Rosa Parks großen Respekt

Montag, 04. Dezember 2017

Der nicht gerade für antirassistische Äußerungen bekannte US-Präsident Donald Trump hat die Bürgerrechtsikone Rosa Parks in höchsten Tönen für deren Auflehnung gegen Rassismus gelobt. In einem am Samstag auf Twitter verbreiteten Video erinnerte Trump an den 1. Dezember 1955, an dem die Afroamerikanerin Parks sich in einem Bus weigerte, ihren Platz einem weißen Fahrgast zu überlassen. Ihr entschlossenes Nein zur Rassendiskriminierung gilt als Schlüsselmoment der US-Bürgerrechtsbewegung.

In dem mit historischen Aufnahmen gespickten Video spricht Trump bewundernde Worte: "Rosa Parks blieb stark und blieb sitzen, um die in unserer Unabhängigkeitserklärung verankerte Wahrheit zu verteidigen, dass wir alle, unabhängig von unserer Hautfarbe, gleichermaßen Geschöpfe Gottes sind." Der US-Präsident erinnerte daran, dass der Vorfall in Montgomery im Bundesstaat Alabama Aktivisten wie Martin Luther King inspirierte und einen Boykott des örtlichen Busbetriebs ausgelöst hatte.

"Parks Erbe inspiriert bis heute unsere Bürger dazu, sich für eine bessere Zukunft einzusetzen und ein Land zu schaffen, in dem jedes amerikanische Kind, ganz gleich welcher Hautfarbe, ohne Angst leben, grenzenlos träumen und seinen gerechten Platz in der großartigen Geschichte unseres Landes einnehmen kann", fuhr Trump fort.

Die Lobeshymne auf Parks unterscheidet sich stark von vorangegangenen Aussagen Trumps. So kritisierte er im Oktober eine Protestaktion der Nationalen Football-Liga (NFL) gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze und warf den Sportlern, die sich während der Nationalhymne niederknieten, mangelnden Patriotismus vor. Im August sorgte Trump für Empörung, als er nach einer gewalttätigen Demonstration rechter Gruppen, bei der eine Gegendemonstrantin getötet wurde, rechtsextreme Angreifer und linke Gegendemonstranten zunächst gleichsetzte.

Im Präsidentschaftswahlkampf 2016 sagte Trump, Schwarzen könne es gar nicht mehr schlechter gehen als derzeit, sie sollten ihm daher eine Chance geben. Bei der Präsidentschaftwahl im November desselben Jahres erhielt er nur acht Prozent der Stimmen der Afroamerikaner. Dass er sich nun als Bewunderer von Rosa Parks gerierte, wurde in sozialen Medien teilweise mit Empörung aufgenommen.  (W.Novokshonov--DTZ)

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