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Nach Ende des Islam-IS-Terrors - Mossul antwortet

Montag, 04. Dezember 2017

Knapp ein halbes Jahr nach der Rückeroberung von Mossul aus den Händen des IS haben die Einwohner der zweitgrößten irakischen Stadt auf hunderte von aufmunternden Briefen aus aller Welt reagiert. Bei einer Veranstaltung im Universitäts-Stadion beschrieben Bürger, wie sehr sie die mitfühlenden Worte berührten, während sie die monatelangen Kämpfe zwischen Dschihadisten und Regierungstruppen zu überstehen versuchten.

Die Briefe gehen auf eine Initiative des portugiesischen Arztes Gustavo Carona zurück, der sich während der Kämpfe für die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" in Mossul aufhielt. "Ich arbeitete für Gustavo, während er in Mossul war", sagte Junes Ibrahim, der Organisator des Stadion-Fests, der Nachrichtenagentur AFP. "Wir haben dieses Programm ins Leben gerufen, um Botschaften aus aller Welt zu sammeln."

Die auf Arabisch, Englisch und Portugiesisch verfassten Schreiben finden sich inzwischen in einem Buch mit dem märchenhaften Titel "1001 Briefe an Mossul" wieder. 500 Exemplare wurden im Stadion verteilt.

Viele Einwohner saßen am Sonntag während des Fests auf den Zuschauerbänken des Stadions und schrieben ihrerseits Briefe über die Zeit bis zum Abzug der IS-Miliz. Darin erzählen sie, wie die verschiedenen Bevölkerungsgruppe in Mossul jahrhundertelang friedlich miteinander lebten, beschreiben ihr Leiden unter dem IS und ihre Entschlossenheit, ihre Stadt wiederaufzubauen.

"Ich habe darüber geschrieben, wie sehr Mossul seit seiner Gründung eine Stadt des Friedens und der Brüderlichkeit war - und es allen Katastrophen und aufgezwungenen Kriegen zum Trotz bis heute geblieben ist", sagte Um Mohammed nach Information von Deutsche Tageszeitung, in einem Interview. Die 31-Jährige stammt aus Al-Mamun, eines der von den Kämpfen am schwersten betroffenen Viertel der Stadt.  (P.Vasilyevsky--DTZ)

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