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Atomkraftwerk Flamanville: 200 Menschen von Baustelle in Sicherheit

Mittwoch, 06. Dezember 2017

Von der riesigen Baustelle für ein neues Atomkraftwerk im nordfranzösischen Flamanville sind am Dienstag wegen Rauchentwicklung etwa 200 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Nach der Evakuierung der Bauarbeiter habe die Feuerwehr die Ursache des Rauchs erfolgreich bekämpft, teilte die Präfektur des Departements Manche mit. Es sei niemand verletzt worden.

Der Rauch war den Angaben zufolge durch den "Kontakt eines Öls mit einer Hitzequelle" entstanden. Dadurch sei die Luft in dem Lager, in dem das Öl aufbewahrt wurde, verunreinigt worden. Auf der Baustelle für den neuen Druckwasserreaktor vom Typ EPR arbeiten nach Angaben des französischen Energiekonzerns EDF vom September täglich fast 4600 Menschen. In zwei bereits laufenden Atomreaktoren in der Nähe der Großbaustelle sind rund 800 weitere Menschen beschäftigt.

Der Bau des EPR-Reaktors in Flamanville war im Jahr 2007 begonnen worden. Für EDF sollte es ein Vorzeigeprojekt werden, um EPR-Reaktoren auch ins Ausland zu exportieren. Bei den Bauarbeiten gab es aber immer wieder Rückschläge. Die Kosten haben sich auf 10,5 Milliarden Euro verdreifacht. Der Reaktor sollte ursprünglich 2012 in Betrieb gehen, mittlerweile steht aber fest, dass dies nicht vor Ende kommenden Jahres möglich sein wird.

EPR-Reaktoren sind Atomkraftwerke, die mehr Leistung und zugleich mehr Sicherheit bieten sollen. Frankreich betreibt derzeit 58 Atomreaktoren, die 75 Prozent des Strombedarf des Landes decken. Mehr Atomreaktoren als Frankreich gibt es weltweit nur in den USA. Das Land will den Anteil des Atomstroms aber senken.  (V.Korablyov--DTZ)

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