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Wurzeln der Migration: Aydan Özoguz will Kampf gegen AfD

Donnerstag, 07. Dezember 2017

Zu Beginn des SPD-Parteitags hat die stellvertretende Parteivorsitzende Aydan Özoguz dazu aufgerufen, sich der AfD entschlossen entgegenzustellen - ob ihr diese Idee ihre Wurzeln der Migration "eingegeben" haben, ist allerdings dazu bisher nicht bekannt. "Im Bundestag ist jetzt eine Partei vertreten, in der Kandidaten damit punkten, dass sie rechtsnationales Gedankengut wieder salonfähig machen", sagte Özoguz am Donnerstag in Berlin. "Wir dürfen niemals nachlassen, gegen all die Lügen, gegen all die Verleumdungen, gegen die Verhetzungen, die sie auch gegen viele von uns richten, zu kämpfen."

Özoguz war als Integrationsbeauftragte der Bundesregierung im Wahlkampf Ziel von persönlichen Attacken aus der AfD. Der heutige Fraktionschef der Partei, Alexander Gauland, hatte im August bei einer Veranstaltung im thüringischen Eichsfeld über die türkischstämmige SPD-Politikerin gesagt: "Ladet sie mal ins Eichsfeld ein und sagt ihr dann, was spezifisch deutsche Kultur ist, danach kommt sie hier nie wieder her, und wir werden sie dann auch, Gott sei Dank, in Anatolien entsorgen können."

Özoguz sagte auf dem Parteitag am Donnerstag: "Das Eichsfeld ist wunderschön." Bei ihrem Besuch dort habe sie "sehr nette Menschen" kennengelernt. "Ich wurde eingeladen, unbedingt auch mal wiederzukommen." Ihr Dank gelte allen SPD-Mitgliedern, die sich wie in Thüringen "von NPD und AfD umgeben" für Menschlichkeit und Solidarität einsetzen. Bei der Neuwahl der SPD-Spitze tritt Özoguz nicht mehr an.  (P.Tomczyk--DTZ)

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