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SPD: Eppler wirbt für Sigmar Gabriel als Außenminister

Sonntag, 07. Januar 2018

Das SPD-Urgestein Erhard Eppler und weitere Sozialdemokraten fordern eine erneute Amtszeit von Außenminister Sigmar Gabriel (SPD). "Ich sehe niemanden, der das Amt des Außenministers besser bekleiden kann als Sigmar Gabriel", sagte der frühere Bundesminister nach Information von Deutsche Tageszeitung, in einem aktuellen Interview. Ähnlich äußerte sich der Präsident des Wirtschaftsforums der SPD, Michael Frenzel "Es wäre sehr, sehr schade, müssten wir auf Gabriel als Außenminister verzichten."

Die SPD-Politiker stellten sich damit gegen die mögliche Führung des Auswärtigen Amtes durch Parteichef Martin Schulz. Eppler sagte, Gabriel sei "eine Figur mit politischem Gespür. Man kann mit ihm streiten, aber er weiß, was er will." Gabriel ist nicht Teil des Sondierungsteams, das seit Sonntag mit der Union über eine mögliche Regierungsbildung verhandelt. Der frühere SPD-Chef meldete sich zuletzt aber in zahlreichen Interviews zu Wort, auch mit Bedingungen für das Zustandekommen einer neuen großen Koalition. Auch als Außenminister sorgt er aktuell für hohe Aufmerksamkeit. Am Samstag hatte er sich in seinem Heimatort Goslar mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu getroffen.

Frenzel sagte der Zeitung, Gabriel leiste "eine hervorragende sozialdemokratische Europa- und Außenpolitik". Auch der frühere Wehrbeauftragte und langjährige Bundestagsabgeordnete Reinhold Robbe forderte eine erneute Berufung Gabriels als Außenminister ins Kabinett: "Die SPD wäre sehr schlecht beraten, in dieser unsicheren Welt mit den vielen Krisenherden auf Sigmar Gabriel als Außenminister zu verzichten." Sogar als geschäftsführender Außenminister sei er "präsenter als viele andere".

Robbe verwies zudem auf das hohe Ansehen Gabriels auch hierzulande, er ist mehreren Umfragen zufolge derzeit der beliebteste Politiker. "Seine Popularität spreche für sich", sagte Robbe.

Parteichef Schulz will Personaldiskussionen vorerst vermeiden, außerdem wird Schulz in SPD-Kreisen Interesse an dem Posten des Außenministers nachgesagt, wie die Zeitung weiter berichtete.  (V.Sørensen--DTZ)

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