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Moskau meldet Drohnenangriffe auf seine Armeestützpunkte in Syrien

Dienstag, 09. Januar 2018

Zwei russische Militärstützpunkte in Syrien sind nach Angaben Moskaus von mit Sprengstoff beladenen Drohnen angegriffen worden. Zehn Drohnen hätten sich in der Nacht zum Samstag dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim genähert, drei weitere der Flottenbasis in Tartus, teilte das russische Verteidigungsministerium am Montag mit. Bei den "terroristischen" Attacken habe es weder Verletzte noch materielle Schäden gegeben. Die russische Armee habe sieben Drohnen zerstört und sechs weitere abgefangen.

Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte in Syrien teilte mit, gegen den Luftwaffenstützpunkt Hmeimim habe es zwei Angriffe mit Sprengstoff-Drohnen gegeben: in der Nacht zu Neujahr und am 6. Januar. Verantwortlich für die Angriffe sei eine in der Provinz Lattakia tätige "islamistische Rebellengruppe". Die in Großbritannien angesiedelte Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netz von Informanten in Syrien. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.

Am Donnerstag hatte das russische Verteidigungsministerium bestätigt, dass bei einem Rebellenangriff auf Hmeimim im Westen Syriens an Silvester zwei russische Soldaten getötet wurden. Das Ministerium wies jedoch Berichte zurück, wonach bei dem Angriff auch sieben Militärflugzeuge "so gut wie zerstört" wurden.

Im Dezember hatte der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Besuch auf dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim den Abzug eines Großteils der russischen Truppen aus Syrien angekündigt. Russland bleibt in dem Bürgerkriegsland aber weiterhin militärisch präsent - nach Angaben von Verteidigungsminister Sergej Schoigu unter anderem mit drei Bataillonen der Militärpolizei und den beiden Armeestützpunkten.

Russland hatte im September 2015 in den Syrien-Konflikt eingegriffen. Damals begann das Land mit Luftangriffen zur Unterstützung der Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad. Moskau hatte zuletzt zudem eingeräumt, dass es Spezialeinheiten am Boden im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) einsetzt.

(W.Novokshonov--DTZ)

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