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Hofreiter für Beibehaltung des Flügelproporzes bei den Grünen

Donnerstag, 11. Januar 2018

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat sich für eine Beibehaltung des Flügelproporzes bei der Besetzung von Spitzenposten der Partei ausgesprochen. "Es geht uns Grünen immer gut, wenn wir unsere Pluralität anerkennen und nicht künstlich eindämmen", sagte er am Donnerstag zu "Zeit Online". Er warb zugleich für die niedersächsische Fraktionschefin Anja Piel als neue Parteivorsitzende. Sie habe gesagt, "dass sie die grüne Sozialpolitik wieder stärker betonen will". Das sei "sehr wichtig, auch weil wir in diesem Wahlkampf viele Stimmen von der SPD geholt haben".

Piel wird wie Hofreiter dem linken Flügel der Grünen zugerechnet. Um den Vorsitz der Partei bewerben sich auch der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck und die Brandenburger Landtagsabgeordnete Annalena Baerbock. Sollten dies beiden zur neuen Doppelspitze gewählt werden, würde es erstmals ein Duo aus zwei Vertretern des Realo-Flügels an der Spitze der Partei geben. Das will der linke Parteiflügel verhindern. Der neue Bundesvorstand wird auf dem Parteitag Ende Januar in Hannover gewählt.

Hofreiter verteidigte zugleich die für Freitag geplante Wiederwahl der Fraktionsspitze aus ihm und der Ko-Vorsitzenden Katrin Göring-Eckardt. "Wenn wir wachsen wollen, müssen wir die ökologisch interessierte Handwerkerin genauso ansprechen wie den globalisierungskritischen Studenten." Das gehe nur, wenn es auch verschiedene Persönlichkeiten an den Spitzen gebe. Katrin und ich können das."

Hofreiter ließ zudem eine gewisse Distanz zum scheidenden Parteichef Cem Özdemir erkennen. Er hatte sich ebenfalls für den Fraktionsvorsitz interessiert, wegen mangelnder Erfolgsaussichten aber schließlich auf eine Kandidatur verzichtete. "Cem ist unbestritten unsere bekannteste Persönlichkeit. Aber auch er kommt stärker in bestimmten Milieus an und in anderen eher weniger.

Ko-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt zeigte sich zuversichtlich, dass Özdemir auch künftig eine wichtige Rolle in der Partei spielen werde. Er werde "jetzt nicht irgendwo auf der Hinterbank verschwinden, sondern weiter an vorderster Stelle seine Stimme erheben", sagte sie zu SWR Aktuell. An welcher Position das genau sein werde, könne noch nicht gesagt werden. "Aber wir wären mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir das, was Cem Özdemir kann, nicht weiter nutzen würden."

(M.Dylatov--DTZ)

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