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Berlin weist jüngsten Nazi-Vergleich von Erdogan als "inakzeptabel" zurück

Montag, 20. März 2017

Die Bundesregierung hat den persönlichen Nazi-Vorwurf des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf zurückgewiesen. Nazi-Vergleiche seien "inakzeptabel, egal in welcher Form", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin. Die Bundesregierung beobachte die Entwicklung "sehr aufmerksam".

Außenamts-Sprecher Martin Schäfer warnte davor, die Provokationen aus Ankara "mit gleicher Münze" zu beantworten. Je mehr Deutschland "mit aller Heftigkeit" zurückschlage, "umso mehr gehen wir da dieser Taktik des türkischen Präsidenten und der türkischen Regierungspartei auf den Leim".

Nach der Absage von Wahlkampfauftritten türkischer Minister hatte Erdogan Anfang des Monats deutschen Behörden "Nazi-Methoden" vorgeworfen und damit Empörung in Berlin ausgelöst. Am Sonntag warf der türkische Staatschef dann Merkel persönlich "Nazi-Methoden gegen meine türkischen Brüder in Deutschland und die Minister" vor, die in Deutschland für die Einführung des Präsidialsystems in der Türkei werben wollten.

(A.Nikiforov--DTZ)

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