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Rekord-Wahlbeteiligung bei Präsidentschaftswahl in Südkorea erwartet

Dienstag, 09. Mai 2017

Bei der Präsidentschaftswahl in Südkorea wird mit einer hohen Wahlbeteiligung gerechnet. Mehr als 139.000 Wahllokale öffneten am Dienstagmorgen landesweit um 6.00 Uhr Ortszeit (23.00 Uhr MESZ), vielerorts bildeten sich lange Schlangen. Die Behörden erwarteten eine Rekord-Wahlbeteiligung. Erste Hochrechnungen sollen bereits unmittelbar nach Schließung der Wahllokale um 13.00 Uhr MESZ vorliegen.

In einer letzten Umfrage vor der Wahl lag der Kandidat der linken Demokratischen Partei, Moon Jae In, mit 38 Prozent vorne, gefolgt vom Mitte-Politiker Ahn Cheol Soo mit 20 Prozent. Der Konservative Hong Joon Pyo von der Regierungspartei der von ihrem Amt enthobenen Staatschefin Park Geun Hye kam in der Umfrage auf 16 Prozent.

"Ich spüre den starken Wunsch des Volkes nach einem Regierungswechsel", sagte Moon nach seiner Stimmabgabe in einem Wahllokal in der Hauptstadt Seoul. "Wir können das nur Realität werden lassen, wenn wir wählen gehen", sagte er.

Die Neuwahlen in Südkorea waren notwendig geworden, nachdem die bisherige Präsidentin Park wegen eines Korruptionsskandals ihres Amtes enthoben worden war. Beobachter rechnen wegen der Affäre mit einer Abstrafung der konservativen Regierungspartei bei der Wahl.

Ein Wahlsieg Moons könnte eine Kursänderung Seouls sowohl gegenüber Nordkorea als auch den USA zur Folge haben. Moon befürwortet einen Dialog mit Pjöngjang und will eine größere Unabhängigkeit von den USA, die mit zehntausenden in Südkorea stationierten Soldaten zu den engsten Verbündeten des Landes zählen. Kritiker werfen Moon einen zu zurückhaltenden Kurs gegenüber Pjöngjang vor.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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