Trump feuert FBI-Chef Comey

Mittwoch, 10. Mai 2017

US-Präsident Donald Trump hat den Chef der US-Bundespolizei FBI, James Comey, überraschend entlassen. Der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, teilte am Dienstag in Washington mit, Trump sei mit dieser Entscheidung einer Empfehlung von Justizminister Jeff Sessions und von dessen Stellvertreter gefolgt.

Das FBI untersucht mögliche Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung während des Präsidentschaftswahlkampfs.

Trump erklärte dazu in seinem Entlassungsschreiben an Comey, zwar habe dieser mehrfach versichert, dass der Präsident selbst nicht Objekt dieser Ermittlungen sei. Dennoch stimme er mit dem Justizministerium in der Einschätzung überein, dass Comey nicht in der Lage sein, das FBI "effektiv zu leiten". Die Bundespolizei müsse nun unter einer neuen Führung das "öffentliche Vertrauen" zurückgewinnen.

Comey war vor vier Jahren vom damaligen Präsidenten Barack Obama an die Spitze des FBI berufen worden. Die reguläre Amtszeit der FBI-Direktoren läuft über zehn Jahre.

(A.Nikiforov--DTZ)

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