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EU-Brexit-Unterhändler für Verhandlungen ohne "Aggressivität"

Donnerstag, 11. Mai 2017

Vor dem Hintergrund der schwierigen Brexit-Verhandlungen hat der EU-Chefunterhändler versucht, die Wogen zu glätten. Er spreche sich für Gespräche mit Großbritannien ohne "Aggressivität" aus, sagte Barnier am heutigen Donnerstag (11.05.2017) in einer Rede vor dem irischen Parlament in Dublin.

"Wenn wir die Dinge in der richtigen Reihenfolge angehen, wenn wir mit gegenseitigem Respekt verhandeln, ohne jegliche Aggressivität, und wenn wir offen dafür sind, Lösungen zu finden, dann gibt es keinen Grund, warum unser starkes Europa nicht eine starke Beziehung zum Vereinigten Königreich haben sollte", sagte Barnier. Der EU-Chefunterhändler warnte gleichzeitig vor Konsequenzen des Brexit insbesondere für Irland. So bestehe die Möglichkeit der Wiedereinführung von Zollkontrollen an der Grenze zu Nordirland. Er werde sich aber dafür einsetzen, eine "harte Grenze" zu vermeiden. Nichts in den Verhandlungen dürfe den Frieden gefährden.

Die Aussicht, dass es wieder Grenzposten geben könnte, hat Befürchtungen vor einem Wiederaufflammen der Spannungen in Nordirland geschürt. Die jahrzehntelange Gewalt angesichts britischer Kontrolle über das Gebiet wurde erst 1998 mit dem sogenannten Karfreitagsabkommen beendet. Barnier betonte am Donnerstag, die Grenzfrage sei eine seiner drei Prioritäten bei den Brexit-Verhandlungen neben den Rechten der in Großbritannien lebenden EU-Bürger und der Austrittsrechnung an London.

(V.Sørensen--DTZ)

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