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Politik: G7-Finanzminister sagen Cyberkriminalität den Kampf an

Samstag, 13. Mai 2017

Vor dem Hintergrund der weltweiten Cyberattacke haben die G7-Finanzminister der Cyberkriminalität den Kampf angesagt. Hackerangriffe seien eine wachsende Gefahr für ihre Volkswirtschaften, erklärten die Minister am Samstag im italienischen Bari. Der Kampf dagegen müsse Priorität haben.

Tausende Behörden, Firmen und Einzelpersonen in dutzenden Staaten sind seit gestrigem Freitag (12.05.2017) Opfer einer erpresserischen Schadsoftware geworden, die sich stündlich millionenfach verbreitete und Daten verschlüsselte. Die Urheber wollen so Geld erpressen. Besonders betroffen sind offenbar das britische Gesundheitssystem NHS sowie Russland und Indien. Das Thema Cyberkriminalität steht schon seit einiger Zeit auf der Agenda der G7-Gruppe, bisher vorrangig mit Blick auf die von Hackern ausgehenden Gefahren für das globale Banken-, Börsen- und Finanzsystem. "Wir haben uns auf viele Dinge geeinigt, darunter auf den Kampf gegen Cyberkriminalität, der bedauerlicherweise sehr aktuell ist", sagte der italienische Finanzminister Pier Carlo Padoan.

Konkret beauftragten die Ressortchefs der führenden Industriestaaten Experten damit, ihre Analysen der Bedrohungslage fortzusetzen. Der Fortschritt der Arbeit werde dann von den Staats- und Regierungschefs der G7 bei ihrem für Ende Juni geplanten Treffen auf Sizilien bewertet, sagte Padoan. Nach Angaben des italienischen Zentralbankchefs Ignazio Visco gab es bislang aber keine Erkenntnisse über Auswirkungen der aktuellen Attacke auf den Finanzsektor.

Differenzen zwischen der neuen US-Regierung unter Präsident Donald Trump und den übrigen G7-Mitgliedern bei Themen wie Freihandel und Klimawandel wurden bei dem Treffen in Bari ausgeklammert. Teilnehmer sprachen aber von einer allmählichen Verbesserung der Beziehungen zur US-Delegation um Finanzminister Steven Mnuchin, der in Bari erstmals an einem Treffen auf G7-Ebene teilnahm.

"Mit Steven Mnuchin verbessern sich unsere Beziehungen jedes Mal, wenn wir uns treffen", sagte Padoan. Mnuchin sagte, er könne "nicht glücklicher" über den Gipfelverlauf sein. Er habe den Eindruck, dass seine Gesprächspartner sich mit den Zielen der neuen US-Regierung langsam "wohler fühlen". Trumps Steuersenkungspläne seien auf großes Interesse gestoßen.  (V.Sørensen--DTZ)

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