Europol-Chef: Bislang mehr als 200.000 Opfer von Cyberattacke

Sonntag, 14. Mai 2017

Von der weltweiten Cyberattacke sind nach Angaben der europäischen Polizeibehörde bislang mehr als 200.000 Ziele in "mindestens 150 Ländern" betroffen. Es handele sich "insbesondere um Unternehmen", sagte Europol-Chef Rob Wainwright in einem Interview am heutigen Sonntag (14.05.2017). "Wir führen jährlich Gegenmaßnahmen gegen rund 200 Cyberattacken aus, aber so etwas haben wir noch nicht gesehen", sagte Wainwright.

Die jüngste Zählung ergab "mehr als 200.000 Opfer", sagte er. "Viele dieser Opfer sind Unternehmen, darunter große Firmen." Er befürchte, dass die Zahlen weiter stiegen, wenn am Montag die "Leute zur Arbeit kommen und ihren Computer hochfahren".

Hacker legten seit Freitag mit einer Schadsoftware namens "WannaCry" weltweit zehntausende Computer lahm und blockierten zahllose Unternehmen und Behörden. In Deutschland waren unter anderem die Deutsche Bahn und der Logistikkonzern Schencker betroffen. Europol sprach bereits am Samstag von einem Hackerangriff "bislang beispiellosen Ausmaßes". (V.Korablyov--DTZ)

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