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Hohe Wahlbeteiligung bei richtungsweisender NRW-Landtagswahl

Sonntag, 14. Mai 2017

Bei der richtungsweisenden Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat sich am heutigen Sonntag (14.05.2017) eine hohe Wahlbeteiligung abgezeichnet. Bis zum Mittag gab bereits gut jeder dritte Wahlberechtigte seine Stimme ab, wie die Landeswahlleitung in Düsseldorf mitteilte. SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft zeigte sich siegessicher und "zuversichtlich", ihr CDU-Herausforderer Armin Laschet sprach sich für eine schnelle Regierungsbildung nach der Wahl aus. Es wurde ein knappes Rennen erwartet.

Die Wahlbeteiligung lag einschließlich der Briefwähler am heutigen Sonntagmittag (14.05.2017) bei knapp 34 Prozent, im Jahr 2012 waren es zu diesem Zeitpunkt 29,5 Prozent. In der Hauptstadt Düsseldorf gingen bis zum Mittag bereits mehr als 41 Prozent der Bürger an die Urne, in Duisburg waren es gut 30 Prozent und in Köln 22,7 Prozent. Auch der Rhein-Kreis Neuss knackte bis zum Mittag die 40-Prozent-Marke.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wählte gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn in einem Wahllokal in Mülheim an der Ruhr. "Wir haben fleißig gearbeitet und die Partei war bis zur letzten Minute unterwegs", sagte Kraft. "Ich bin sehr zuversichtlich", fügte sie mit Blick auf den erwarteten knappen Wahlausgang hinzu.

Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, der in seiner Heimatstadt Würselen wählte, wies die bundespolitische Bedeutung der Wahl zurück: "Landtagswahlen sind Landtagswahlen - und die Bundestagswahl ist die Bundestagswahl."

Laschet wählte in einem Wahllokal in Aachen. Der CDU-Spitzenkandidat forderte eine rasche Regierungsbildung nach der Abstimmung. Das Land könne sich "nicht monatelang Hängepartien leisten", sagte er.

Insgesamt waren am Sonntag rund 13,1 Millionen Menschen zur Wahl eines neuen Landtags aufgerufen, die Wahllokale sind noch bis 18.00 Uhr geöffnet. Es wurde ein knapper Ausgang der Wahl erwartet: In den Umfragen lieferten sich die SPD und die oppositionelle CDU ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit wechselnder Führung.

Als wahrscheinlichste Regierungsoption nach der Wahl galt zuletzt eine große Koalition, die das derzeitige rot-grüne Landesbündnis ablösen könnte. Den Umfragen zufolge könnten bis zu sechs Parteien in den neuen Düsseldorfer Landtag einziehen, darunter die derzeit nicht im Parlament vertretene Linke und die AfD. Die Wahl gilt als letzter und wichtigster Stimmungstest vor der Bundestagswahl am 24. September 2017.  (U.Stolizkaya--DTZ)

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