POLITIK - Wolfgang Kubicki: "Schwarz-Gelb ist kein Selbstgänger"

Mittwoch, 17. Mai 2017

Der FDP-Vizevorsitzende Wolfgang Kubicki hat die CDU vor Beginn der Sondierungsgespräche in Nordrhein-Westfalen vor "Selbstgefälligkeit" gewarnt. "Schwarz-Gelb ist kein Selbstgänger", sagte Kubicki in einem Interview vom heutigen Mittwoch (17.05.2017). Nordrhein-Westfalens CDU-Chef Armin Laschet und seine Partei "werden sich daran gewöhnen müssen, dass Koalitionspartner gleich stark sind, weil nur mit beiden gemeinsam eine Mehrheit möglich ist - das geht dann nur auf Augenhöhe".

"Das wird die Union lernen müssen und ihre Selbstgefälligkeit beenden", fügte Kubicki hinzu. "Ohne vernünftige Politik kann uns eine Regierungsbeteiligung nicht locken, für die FDP ist Opposition alles andere als Mist." Zugleich warnte Kubicki auch seine eigene Partei vor Überheblichkeit: "Wir sollten jetzt nicht abheben - wir sind selbstbewusst, aber nicht anmaßend."

Die nordrhein-westfälische CDU unter Laschet war bei der Landtagswahl am Sonntag stärkste Kraft in Nordrhein-Westfalen geworden. Die FDP wurde drittstärkste Partei. CDU und FDP wollen nun zeitnah in Sondierungsgesprächen die Chancen für eine schwarz-gelbe Koalition ausloten. Bei einer Einigung hätte ein solches Regierungsbündnis eine Einstimmenmehrheit im Düsseldorfer Landtag: CDU und FDP stellen zusammen 100 der 199 Abgeordneten.  (V.Korablyov--DTZ)

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