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SPD-Kanzlerkandidat Schulz räumt Fehler im Wahlkampf ein

Mittwoch, 17. Mai 2017

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat Fehler im bisherigen Wahlkampf eingeräumt. Er hätte früher mit "konkreten Inhalten" kommen müssen, sagte der Vorsitzende der Sozialdemokraten der "Zeit" laut einer Vorabmeldung vom Mittwoch. Der mit großer Euphorie zum Kanzlerkandidaten gemachte Schulz kreidet sich zudem an, er habe zwar von Anfang an vor dem "Schulz-Hype" gewarnt, "ich kann aber nicht ausschließen, dass ich mich selber davon habe beeindrucken lassen".

Nach der Nominierung von Schulz zum Kanzlerkandidaten Ende Januar hatte die Partei in Umfragen zunächst zugelegt und auf Erfolge auch bei den Landtagswahlen im Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen gehofft. In allen drei Wahlen musste die SPD aber schwere Niederlagen einstecken. In Umfragen nimmt die bundesweite Zustimmung zur Partei und zu Schulz inzwischen ebenfalls wieder ab.

Er habe seit seiner Nominierung zum Kanzlerkandidaten zu viel Rücksicht genommen auf die Wahlen in den Bundesländern, statt auf seine Intuition zu hören, sagte Schulz selbstkritisch. Auf die Niederlage in Nordrhein-Westfalen am vergangenen Sonntag sei er vorbereitet gewesen. Ein "wirklicher Mist-Montag" sei der Tag nach der verlorenen Wahl in Schleswig-Holstein gewesen. In beiden Bundesländern wurden von der SPD geführte Landesregierungen abgewählt.  (U.Stolizkaya--DTZ)

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