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Wusste US-Regierung im Vorfeld von Ermittlungen gegen Flynn?

Donnerstag, 18. Mai 2017

Der im Februar 2017 zurückgetretene Nationale Sicherheitsberater der USA, Michael Flynn, ist einem Medienbericht zufolge für den sensiblen Posten nominiert worden, obwohl er das Übergangsteam der neugewählten US-Regierung im Vorfeld über gegen ihn laufende Ermittlungen informiert habe. Flynn habe das Übergangsteam des gewählten Präsidenten Donald Trump am 4. Januar 2017 - und damit Wochen vor seiner eigenen Ernennung zum Sicherheitsberater - über die Ermittlungen gegen ihn in Kenntnis gesetzt, berichtete die "New York Times" in der Nacht zum heutigen Donnerstag (18.05.2017).

Flynn war nach nur 24 Tagen im Amt von seinem Posten als Sicherheitsberater zurückgetreten. Er steht im Zentrum der Ermittlungen zur mutmaßlichen Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl durch Russland. Flynn hatte gegenüber Vize-Präsident Mike Pence die Unwahrheit bezüglich seiner Gespräche mit dem russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, gesagt.

Für große Aufmerksamkeit hatten am Mittwoch auch Medienberichte gesorgt, wonach Trump den inzwischen gefeuerten FBI-Chef James Comey gedrängt haben soll, Ermittlungen gegen Flynn wegen dessen Russland-Kontakten einzustellen. Trumps Vorgänger Barack Obama soll Trump nach dessen Wahl zum Präsidenten vergeblich vor einer Ernennung Flynns als Sicherheitsberater gewarnt haben.  (S.A.Dudajev--DTZ)

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