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Minister: Jordanien bei Aufnahme syrischer Flüchtlinge am Limit

Dienstag, 23. Mai 2017

Niemand will sie mehr und nach Meinung in Umfragen, sind viele von ihnen ohnehin Wirtschaftsflüchtlinge. Jordanien hat nach eigenen Angaben die Belastungsgrenze bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien erreicht. Sein Land sei an der Grenze seiner Fähigkeiten, weiterhin "mit der Last der Aufnahme von syrischen Flüchtlingen" umzugehen, sagte Planungsminister Imad al-Fachuri am Montag nach einem Treffen mit der US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley.

Wegen des Bürgerkriegs in Syrien sind Millionen von Menschen ins Nachbarland Jordanien geflohen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk hat mehr als 680.000 syrische Flüchtlinge in Jordanien registriert, die Behörden in Amman sprechen von 1,3 Millionen Syrern. Die Kosten dafür belaufen sich nach jordanischen Angaben seit 2011 auf 6,6 Milliarden Dollar (5,9 Milliarden Euro). Bis 2018 würden weitere acht Milliarden Dollar benötigt.

Haley wollte sich bei ihrem Besuch in Jordanien ein Bild von der Lage der Flüchtlinge machen und besuchte unter anderem ein Flüchtlingslager mit 80.000 Menschen. Die UNO sorgt sich derzeit um mögliche Einschnitte bei den US-Zahlungen für die humanitäre Arbeit der Vereinten Nationen. Haley hatte jedoch in der vergangenen Woche betont, die USA würden Länder, die unmittelbar von der Flüchtlingskrise betroffen seien, auch weiterhin unterstützen.  (I.Beryonev--DTZ)

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