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Südkoreas Ex-Präsidentin Park in Korruptionsskandal vor Gericht

Dienstag, 23. Mai 2017

Südkoreas entmachtete Präsidentin Park Geun Hye steht seit Dienstag wegen ihrer mutmaßlichen Verwicklung in einen Korruptionsskandal vor Gericht. Die 65-jährige Ex-Staatschefin erschien am heutigen Dienstag in Häftlingskleidung und mit Handschellen vor einem Gericht in Seoul. Sie muss sich wegen Bestechlichkeit, Nötigung, Amtsmissbrauchs und der Verletzung von Staatsgeheimnissen verantworten.

Park wird dabei vorgeworfen, südkoreanische Unternehmen wie Hyundai und Posco unter Druck gesetzt zu haben, insgesamt 77,4 Milliarden Won (rund 64 Millionen Euro) an zwei Stiftungen einer Jugendfreundin, Choi Soon Si, zu spenden. Diese soll ihre Beziehungen zur Präsidentin ausgenutzt haben, um von den Firmen Millionenspenden einzutreiben und sich dabei auch persönlich zu bereichern. Parks Anwälte weisen alle Vorwürfe zurück. Im Gerichtssaal würdigte Park ihrer frühere Vertraute Choi keines Blickes.

Der Prozess dürfte mehrere Monate dauern. Park ist bereits das dritte südkoreanische Staatsoberhaupt, das sich wegen Korruptionsvorwürfen auf der Anklagebank wiederfindet.  (U.Beriyev--DTZ)

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