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Philippinen: Feuergefechte zwischen Soldaten und Islamisten

Donnerstag, 25. Mai 2017

Philippinische Soldaten in Hubschraubern und Panzern haben sich am heutigen Donnerstag (25.05.2017) in einer Stadt im Süden des Landes Feuergefechte mit bewaffneten Islamisten geliefert. Nach Behördenangaben verschanzten sich die Kämpfer in der mehrheitlich muslimischen Stadt Marawi auf der Insel Mindanao in Wohnhäusern und legten Sprengsätze auf den Straßen.

Wie Deutsche Tageszeitung erfahren konnte, kreisten zwei Armeehubschrauber über Marawi, während in den Straßen Panzer rasselten und Maschinengewehrfeuer zu hören sei. Nach Armeeangaben wurden fünf Soldaten, ein Polizist und 13 islamistische Kämpfer getötet. Der Fernsehsender GMA zeigte Bilder von neun an den Händen gefesselten mutmaßlichen Zivilisten, die offenbar erschossen wurden. Ein GMA-Reporter sagte unter Berufung auf einen Zeugen, Islamisten hätten die neun an einer Straßensperre festgenommen, als Christen identifiziert und ermordet.

Der Bürgermeister der 200.000-Einwohner-Stadt, Majul Usman Gandamra, sagte, die Bewohner hätten Angst, als "menschliche Schutzschilde" missbraucht zu werden. Deshalb blieben Geschäfte und Büros geschlossen. Tausende Einwohner flüchteten bereits.

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hatte am gestrigen Mittwoch (24.05.2017) mitgeteilt, in der Nähe von Marawi hätten bewaffnete Islamisten an einer Straßensperre den Polizeichef von Malabang enthauptet. Tags zuvor hatte der Staatschef das Kriegsrecht über die südliche Region Mindanao verhängt. Am selben Tag gab es in Marawi bewaffnete Zusammenstöße zwischen Einsatzkräften und militanten Islamisten.

Die von rund 20 Millionen Menschen bewohnte Region Mindanao macht etwa ein Drittel des Landes aus. Sie besteht aus der gleichnamigen großen Insel und weiteren kleineren Inseln. Islamistische Gruppen kämpfen dort gewaltsam für Unabhängigkeit oder Autonomie von den mehrheitlich katholischen Philippinen.  (U.Stolizkaya--DTZ)

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