Trumps Wirtschaftsberater Cohn kritisiert Klimaschutz-Zusagen

Freitag, 26. Mai 2017

Der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump hat die Verpflichtungen der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen als wachstumsschädlich kritisiert. "Wir wissen, dass das von der Vorgängerregierung akzeptierte Niveau das Wirtschaftswachstum in den USA stark abschwächen würde", sagte Gary Cohn am heutigen Freitag (26.05.2017) an Bord des Präsidentenflugzeugs Air Force One auf dem Weg zum G7-Gipfel der sieben großen Industriestaaten im italienischen Taormina.

Bei dem Gipfeltreffen werde es eine "ziemlich robuste Diskussion" über das Thema geben, ergänzte der Ex-Goldman-Sachs-Vorstand, der den Nationalen Wirtschaftsrat der US-Regierung leitet. Cohn bekräftigte, dass Trump seine Position zu dem historischen Klimaschutzabkommen nach seiner Rückkehr in die USA endgültig klarstellen werde.

Im Wahlkampf hatte Trump den Austritt seines Landes aus dem Pariser Abkommen versprochen. Später kündigte er an, mit der Entscheidung bis nach dem G7-Gipfel zu warten. Dort geht es unter anderem um den globalen Klimaschutz. Trump sei "daran interessiert, zu erfahren, was die G7-Chefs zum Klima zu sagen haben", erklärte Cohn.

Unter Trumps Vorgänger Barack Obama hatten die USA im Pariser Ankommen zugesagt, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2025 um 26 bis 28 Prozent gegenüber dem Niveau von 2005 zu senken. Ein in Washington diskutierter möglicher Lösungsansatz ist, den Pakt nicht aufzukündigen, aber die Höhe der eigenen Klimaschutzziele noch einmal neu zu verhandeln.  (U.Beriyev--DTZ)

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