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G7: Hendricks bedauert Blockadehaltung von US-Präsident Trump

Sonntag, 28. Mai 2017

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat die Blockadehaltung von US-Präsident Donald Trump auf dem G7-Gipfel in Italien zur Klimapolitik bedauert. Sechs der G-7-Staaten hätten sich "klar für Wohlstand durch Klimaschutz entschieden", sagte Hendricks in einem Interview vom heutigen Sonntag (28.05.2017). "Natürlich wäre es gut gewesen, wenn auch die USA jetzt schon mitgemacht hätten", fügte die Ministerin hinzu.

Beim G7-Gipfel in Taormina auf Sizilien waren die großen Industrienationen mit dem Versuch gescheitert, dem US-Präsidenten ein Bekenntnis zum Pariser Klimaschutzvertrag abzuringen. Trump kündigte am Ende des Gipfeltreffens über Twitter an, seine endgültige Entscheidung dazu in der kommenden Woche zu treffen. Hendricks äußerte die Hoffnung, dass Trump noch einlenken werde. "Hoffentlich trifft er die richtige Entscheidung für die Menschen in seinem Land", sagte sie weiter dazu. Der Rest der Welt werde jedenfalls "klar auf Zukunftskurs bleiben".

Auch David McAllister (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament, zeigte sich enttäuscht. Das Abkommen von Paris sei ein Wendepunkt in der globalen Klimapolitik gewesen, sagte der frühere niedersächsische Ministerpräsident der "Welt am Sonntag". Er hoffe, Trump werde das "bei seiner Entscheidung nächste Woche beachten.

Das Klimaabkommen von 2015 gilt als Meilenstein. Es sieht vor, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und die Erderwärmung zu begrenzen. Trump fürchtet, dass die geplanten Treibhausgasreduktionen der US-Wirtschaft schaden. Er hatte im Wahlkampf den Ausstieg der USA aus dem Abkommen angekündigt, sich aber nach seiner Amtsübernahme nicht festgelegt.

Eine Abkehr der USA als zweitgrößter Verursacher von Treibhausgasen nach China könnte ein fatales Signal für den G20-Gipfel im Juli in Hamburg sein, wo Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Gastgeberin ist.  (A.Nikiforov--DTZ)

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