24.08.2017
 Berlin
 18 °C
 klarer Himmel
 Hamburg
 16 °C
 Überwiegend bewölkt
 Köln
 17 °C
 Überwiegend bewölkt
 Dresden
 18 °C
 klarer Himmel
 Leipzig
 19 °C
 klarer Himmel
 Rostock
 16 °C
 Überwiegend bewölkt
 Hannover
 17 °C
 Nebel
 Duisburg
 17 °C
 Überwiegend bewölkt
 Nürnberg
 18 °C
 klarer Himmel
 Stuttgart
 21 °C
 Überwiegend bewölkt
 Bremen
 19 °C
 Überwiegend bewölkt

BTW17: Robert Habeck ruft Grüne zu einem Imagewechsel auf

Sonntag, 28. Mai 2017

Der schleswig-holsteinische Grünen-Politiker Robert Habeck hat seine Partei zu einem Imagewechsel aufgerufen. "Wir müssen die Stimmung drehen wollen. Und das schaffen wir, wenn wir auf positive Art Politik machen", sagte der Kieler Umweltminister am heutigen Sonntag (28.05.2017). "Das Positive sollten wir in Sprache, Inhalt und Haltung verkörpern." Die vier Monate bis zur Bundestagswahl seien in der politischen Zeitrechnung eine halbe Ewigkeit. "Wir können immer noch zwölf oder 13 Prozent holen. Also ran an den Speck."

Habeck kritisierte das bisherige Erscheinungsbild seiner Partei. "Fehler und Dusseligkeiten haben dazu geführt, dass viele Menschen den Eindruck haben, die Grünen seien aus der Zeit gefallen. Das sind wir aber nicht", sagte er der Zeitung. "Uns Grünen begegnet oft der Vorwurf, wir würden rummäkeln. Wir müssen zeigen, dass wir leidenschaftlich und optimistisch sind." Als Beispiel nannte Habeck die Sprache, mit der die Grünen ihre Konzepte präsentierten. "Vielleicht sollten wir nicht länger vom Ausstieg aus dem Kohlestrom und vom Verbot von Verbrennungsmotoren sprechen. Sondern dass Sonne und Wind unsere Häuser warmmachen." Sie brächten die Autos zum Laufen und schafften Jobs. "Unser Slogan heißt ja ’Zukunft wird aus Mut gemacht’. Nicht aus Angst!"

Habeck wandte sich gegen die auf Bundesebene geltende Aufteilung der Grünen in Realo-Flügel und Linke – "weil uns die Aufteilung in Parteiflügel lähmt". Zu oft müssten zu viele Grüne zu lange darüber nachdenken, ob das, was sie zu sagen hätten, zu ihrer Bezugsgruppe innerhalb der Grünen passe. Dabei sollte es eigentlich um die Frage gehen, was für die Menschen richtig sei und die Grünen voranbringe. "Ich jedenfalls habe keinen Bock mehr auf die Flügelschlägereien. Und viele andere auch nicht."

Einen Wechsel als Parteichef nach Berlin nach der Bundestagswahl im Herbst schloss Habeck aus. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Schritts liege bei null, sagte er dazu weiter.  (A.Nikiforov--DTZ)

Weitere interessante Artikel
Top