18.08.2017
 Berlin
 18 °C
 Nebel
 Hamburg
 16 °C
 Nebel
 Köln
 17 °C
 Regenschauer
 Dresden
 19 °C
 klarer Himmel
 Leipzig
 18 °C
 klarer Himmel
 Rostock
 17 °C
 Nebel
 Hannover
 17 °C
 Nebel
 Duisburg
 16 °C
 Regenschauer
 Nürnberg
 15 °C
 Nebel
 Stuttgart
 16 °C
 Nebel
 Bremen
 15 °C
 Nebel

Sicherheitskräfte attackieren Medienvertreter bei neuen Protesten in Venezuela

Donnerstag, 01. Juni 2017

Bei neuerlichen Protesten in der venezolanischen Hauptstadt Caracas sind mehrere Menschen verletzt worden, darunter auch Medienvertreter. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete am Mittwoch (Ortszeit), wie er von Sicherheitskräften geschlagen wurde, als er Zusammenstöße festhalten wollte. Die Nationalgarde sei auf Motorrädern gekommen, sagte AFP-Mitarbeiter Luis Robayo. "Einer von ihnen schlug mir mehrmals gegen den Kopf, dann stießen sie mich und ich stürzte."

An seiner kugelsicheren Weste zogen die Sicherheitskräfte Robayo wieder hoch, dabei fiel sein Fotoapparat zu Boden. Einer von ihnen versuchte, dem Fotografen die Gasmaske herunter zu reißen und ihn festzunehmen. Doch dann befahl ihm ein Vorgesetzter, von Robayo abzulassen. Dessen Fahrer erklärte, Soldaten hätten ihm sein Fahrzeug, seine Gasmaske und weitere persönliche Dinge weggenommen.

Mindestens zwei weitere Fotografen von anderen Medien berichteten von Schlägen und vorübergehenden Festnahmen, wie Journalistenverbände und Kollegen erklärten.

Seit Anfang April gibt es in Venezuela schwere Unruhen. Nahezu täglich kommt es in Caracas zu Straßenschlachten zwischen Sicherheitskräften und oppositionellen Demonstranten. Mehr als 60 Menschen wurden bislang getötet. Gegner und Anhänger der Regierung geben sich gegenseitig die Schuld. Hintergrund ist eine schwere innenpolitische Krise.

Die konservative und rechtsgerichtete Opposition kämpft bereits seit Monaten für eine Amtsenthebung des linksnationalistischen Staatschefs Nicolás Maduro. Die Maduro-Gegner machen ihn für die Wirtschaftskrise in dem südamerikanischen Land verantwortlich, die zu großen Versorgungsengpässen führt.

(V.Sørensen--DTZ)

Weitere interessante Artikel
Top