Ex-Bundespräsident Köhler wird UNO Gesandter für Westsahara

Donnerstag, 01. Juni 2017

Der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler übernimmt einen Posten bei den Vereinten Nationen. Köhler solle neuer UN-Gesandter für den Konflikt in der Westsahara werden, teilten Diplomaten aktuell am UN-Sitz in New York dazu mit. Köhler sei den 15 Mitgliedsstaaten des Sicherheitsrats vorgeschlagen worden, die keine Einwände gegen die Nominierung des 74-Jährigen erhoben hätten.

Köhlers Vorgänger als Westsahara-Gesandter der UNO, der US-Diplomat Christopher Ross, war nach achtjähriger Vermittlungstätigkeit zwischen Marokko und der Rebellenbewegung Polisario-Front über den Status der Westsahara Anfang März zurückgetreten. Der UN-Sicherheitsrat hatte sich im April einstimmig dafür ausgesprochen, die Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien wieder aufzunehmen.

Die Westsahara ist eine ehemalige spanische Kolonie, die nach ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1975 größtenteils von Marokko annektiert wurde. Die Polisario-Front fordert einen Volksentscheid über die Selbständigkeit der Region. Rabat bietet an, der Westsahara einen Autonomiestatus unter marokkanischer Herrschaft zuzugestehen.

Köhler war von 2004 bis 2010 Bundespräsident. Zuvor war der CDU-Politiker Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF). Mit viel Engagement Leidenschaftlich setzte er sich für Afrika und gegen Armut ein.  (M.Dylatov--DTZ)

Weitere interessante Artikel
Top