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UN-Sicherheitsrat weitet Sanktionen gegen Nordkorea wegen Raketentests aus

Samstag, 03. Juni 2017

Als Reaktion auf Nordkoreas fortgesetzte Raketentests hat der UN-Sicherheitsrat die Sanktionen gegen Pjöngjang ausgeweitet. Der Rat verabschiedete am Freitag einstimmig Strafmaßnahmen gegen 14 Regimevertreter, zwei Handelsfirmen, die Koryo-Bank sowie gegen die für strategische Raketen zuständige Einheit der nordkoreanischen Streitkräfte. Die Betroffenen wurden mit einem Reiseverbot belegt, ihr Vermögen im Ausland wurde eingefroren. Zu ihnen zählt auch Cho Il U, der mutmaßliche Chef der Auslandsspionage.

Für die von den USA eingebrachte Entschließung stimmte auch China und damit der wichtigste Verbündete von Machthaber Kim Jong Un. Auf schärfere Sanktionen wie etwa ein Ölembargo oder Handelseinschränkungen, wie sie von den USA ins Gespräch gebracht worden waren, verzichtet die Resolution allerdings.

Allein seit Anfang 2016 hat die Führung in Pjöngjang zwei Atomwaffentests sowie Dutzende Raketentests vorgenommen. Sie arbeitet an der Entwicklung atomarer Langstreckenraketen mit einer Reichweite bis zum US-Festland. Mitte Mai hatte die nordkoreanische Armee nach offiziellen Angaben eine neu entwickelte Mittel-/Langstrecken-Rakete getestet, die nach 787 Kilometern planmäßig im Meer landete. Ausländischen Experten zufolge war es die Rakete mit der längsten Reichweite, die das abgeschottete Land jemals getestet hat.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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