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Kabul als Gastgeber von multinationaler Friedenskonferenz

Montag, 05. Juni 2017

Wenige Tage nach zwei blutigen Anschlägen in Kabul ist die afghanische Hauptstadt am Dienstag Gastgeber einer multinationalen Friedenskonferenz. Ziel der Konferenz sei es, die internationale Staatengemeinschaft in die Bemühungen einzubinden, die Sicherheit in dem Land wiederherzustellen, erklärte Präsidentensprecher Schah Hussain Murtasawi am Montag. Es solle "mit der Region und der Welt ein Konsens für den Frieden" erreicht werden.

An der Konferenz nehmen Vertreter aus rund zwei dutzend Staaten teil, darunter neben den USA auch Indien, China sowie Pakistan, dem Kabul seit langer Zeit Unterstützung der radikalislamischen Taliban vorwirft. Der Start des Kabul-Prozesses gebe den Staaten in der Region die Gelegenheit, ihre "wahre Unterstützung für Afghanistans Friedensbestrebungen zu zeigen", sagte der britische Botschafter Dominic Jermey. Dies schließe auch Schritte gegen die Bedrohung durch "Terrornetzwerke" und gegen die Unterstützung von Terroristen ein, "sei sie von Staaten oder Einzelnen".

Nach den Anschlägen im hochgesicherten Diplomatenviertel am Mittwoch und auf eine Trauerfeier am Samstag, bei denen knapp hundert Menschen getötet wurden, wurden die Sicherheitsvorkehrungen in Kabul im Vorfeld der Konferenz weiter verschärft. Die Behörden richteten mehr bewaffnete Kontrollposten ein, in den Straßen patrouillierten Panzerfahrzeuge, und der zivile Verkehr wurde deutlich eingeschränkt.

Zu dem Anschlag im Botschaftsviertel bekannte sich zunächst niemand, doch die Regierung macht das mit den Taliban verbündete Hakkani-Netzwerk für ihn verantwortlich.  (P.Tomczyk--DTZ)

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