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Energie: Japan nimmt einen weiteren Atomreaktor wieder ans Netz

Dienstag, 06. Juni 2017

Mehr als sechs Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima ist in Japan ein weiterer Nuklearreaktor wieder ans Netz gegangen. Wie der Betreiberkonzern Kansai Electric Power mitteilte, wurde im Atomkraftwerk Takahama rund 350 Kilometer westlich der Hauptstadt Tokio am Dienstag der Reaktor Nummer drei wieder hochgefahren. In der Anlage war bereits im Mai nach einem Gerichtsentscheid Reaktor Nummer vier wieder in Betrieb genommen worden.

Nach der Katastrophe von Fukushima im März 2011 waren alle Atomanlagen in Japan abgeschaltet worden. Seitdem gelten schärfere Sicherheitsauflagen. 2015 wurden im Südwesten Japans die ersten zwei Reaktoren wieder ans Netz genommen. Mittlerweile sind landesweit wieder fünf in Betrieb. Japan will bis zum Jahr 2030 bis zu 22 Prozent seiner Energie wieder aus Atomstrom beziehen. Dass die konservative Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe trotz Protesten der Bevölkerung zur Nuklearenergie zurückkehrt, hat in erster Linie wirtschaftliche Gründe: Japan kämpft vor allem wegen der hohen Kosten für fossile Brennstoffe mit Handelsdefiziten.

In Fukushima war infolge eines schweren Erdbebens und eines Tsunamis am 11. März 2011 das Kühlsystem ausgefallen, woraufhin es in mehreren Reaktoren zur Kernschmelze kam. Drei der sechs Reaktoren wurden bei der Katastrophe zerstört und das umliegende Gebiet radioaktiv verseucht. Die Aufräumarbeiten sollen noch vier Jahrzehnte dauern. Zehntausende Menschen mussten damals die verstrahlte Gegend in und um Fukushima verlassen.  (W.Novokshonov--DTZ)

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