Schwere Kämpfe zwischen Anti-IS-Koalition und Islamisten in Raka

Donnerstag, 08. Juni 2017

Mit Unterstützung der US-Luftwaffe haben die Kämpfer des arabisch-kurdischen Bündnisses SDF am Donnerstag ihren Einmarsch in die syrische Dschihadisten-Hochburg Raka fortgesetzt. Dabei stießen sie auf heftige Gegenwehr: Ein AFP-Korrespondent, der mit SDF-Einheiten kurzzeitig in die Stadt gelangte, berichtete von harten Gefechten zwischen SDF und der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Die SDF-Einheiten kämpften mit leichten Waffen, konnte Deutsche Tageszeitung erfahren. Sie versuchten ihre Fahrzeuge vor dem IS zu verstecken, der seinerseits Drohnen mit Sprengsätzen gegen die vorrückenden Kämpfer einsetzte. "Im Kampf um Raka arbeiten unsere Kräfte sehr effektiv mit den internationalen Einheiten zusammen", sagte der SDF-Sprecher Talal Sello. Seine Einheiten hätten sich in Teilen von Rakas Stadtteil al-Meschleb festgesetzt. "Wir rücken in al-Meschleb voran und kontrollieren Teile des Viertels", sagte er.

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte dauerten die Kämpfe in dem Stadtteil am Donnerstag noch an. Der IS besitze Scharfschützen und habe in dem Viertel Minen verlegt, berichtete die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle weiter. Die oppositionsnahen Aktivisten stützen sich auf ein Netzwerk von Informanten vor Ort. Von unabhängiger Seite sind ihre Angaben kaum zu überprüfen.

Wie das SDF-Einsatzkommando mitteilte, hatten die SDF-Einheiten am Mittwochmorgen die Festung Harkal im Westen Rakas erobert. Die syrische Stadt gilt als Hochburg der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) - am Dienstag waren die Einheiten der Syrischen Demokratischen Kräfte nach einem siebenmonatigen Vormarsch in die Stadt eingedrungen.  (M.Dylatov--DTZ)

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