Raser: CDU und SPD unterstützen Forderung für härtere Strafen

Montag, 12. Juni 2017

Politiker von CDU und SPD haben die Forderung der Grünen nach schärferen Strafen für Raser unterstützt. Der stellvertretende Unionsfraktionschef Arnold Vaatz (CDU) sagte in einem Interview, er halte "die Tendenz des Vorschlags für richtig". Allerdings wünsche er sich eine deutliche Abgrenzung von Tötungsdelikten.

Der SPD-Vizefraktionschef Sören Bartol will höhere Strafen noch vor der Bundestagswahl durchsetzen. "Rasen gehört bestraft, diesen verantwortungslosen Menschen das Auto abgenommen." Die Grünen fordern bis zu fünf Jahre Haft auch für Raser, die etwa auf Autobahnen viel zu schnell fahren.

Vaatz sprach sich in der "Welt" dagegen aus, für Senioren Führerscheinüberprüfungen zur Pflicht zu machen. "Die Unfallzahlen zeigen, dass der Schwerpunkt vor allem bei jungen Leuten liegt", sagte der CDU-Politiker. Er forderte, stärker an das Bewusstsein und die Eigenverantwortung älterer Menschen zu appellieren.

Bartol sagte, Senioren seien nicht automatisch schlechtere Autofahrer. "Wir schlagen vor, dass die Hausärzte bei älteren Autofahrern darauf achten, ob sie noch fit genug sind - im Zweifel sollten sie dafür werben, das Auto stehen zu lassen und Bus und Bahn zu nutzen."  (A.Nikiforov--DTZ)

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