Prozess gegen ehemaligen kongolesischen Kriegsherrn in Den Haag

Mittwoch, 14. Juni 2017

Der wegen Kriegsverbrechen angeklagte ehemalige kongolesische Milizenchef Bosco Ntaganda sagt am Mittwoch erstmals vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag aus. Fast zwei Jahre nach Beginn seines Prozesses wird er sich nach Angaben seines Anwalts detailliert zu den ihm zur Last gelegten Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Demokratischen Republik Kongo äußern.

Dem 43-Jährigen wird unter anderem vorgeworfen, in den Jahren 2002 und 2003 an der Ermordung von hunderten Dorfbewohnern, der Rekrutierung von Kindersoldaten und am Missbrauch von Frauen beteiligt gewesen zu sein. Der per Haftbefehl gesuchte ehemalige Befehlshaber der Patriotische Front für die Befreiung des Kongos (FPLC) hatte sich im Jahr 2013 in Ruanda selbst gestellt. Die von der Volksgruppe der Hema dominierte FPLC kämpfte gegen Angehörige der Volksgruppen der Lendu, Bira und Nande.

(W.Novokshonov--DTZ)

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