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Ägyptischer Präsident will deutsche Hilfe bei Polizeiausbildung

Mittwoch, 14. Juni 2017

Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi wünscht sich deutsche Hilfe bei der Polizeiausbildung in seinem Land. "Deutschland kann mit seinen eigenen Erfahrungen einen Beitrag leisten und dabei helfen, die Polizei so gut auszubilden, dass sie gewissenhaft und professionell ihrer Verpflichtung nachkommt", sagte al-Sisi in einem Interview am gestrigen Dienstagabend (13.06.2017) geführten Interview. Al-Sisi bekannte sich für die 93 Millionen Einwohner seines Landes zu rechtsstaatlichen Prinzipien.

Es sei das Recht jedes Staatsbürgers, dass "seine Würde geschützt wird", führte al-Sisi dazu aus. In Ägypten stehe niemand über dem Gesetz, auch nicht der Präsident. "Unser Staat ist ein Rechtsstaat und wer uns beobachtet, der wird sehen, dass die Justiz das letzte Wort hat", fügte er hinzu. Zur aktuellen Krise um das Golfemirat Katar sagte al-Sisi, es müsse einen "internationalen Willen geben, den Terrorismus, die radikalen Gruppen und das extremistische Denken nicht zu finanzieren". Er wolle aber "keinen bestimmten Länder" nennen, - die Länder, um die es gehe, wüssten, "wer gemeint ist". Auf die Frage, ob er in der Region derzeit eine "konkrete Kriegsgefahr" sehe, antwortete der ägyptische Präsident: "Nein, nein. Ich erwarte keinen Krieg."

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten vergangene Woche ihre Beziehungen zu Katar gekappt und eine Blockade gegen das Golfemirat verhängt. Begründet wurde das Vorgehen mit Katars Verbindungen zu "Terrororganisationen" wie der Hamas und der Muslimbruderschaft.

Al-Sisi sagte zudem, es müssten "eindeutige Maßnahmen getroffen werden, um den Terror zu bekämpfen". Dies solle "mit europäischer und internationaler Unterstützung geschehen".  (I.Beryonev--DTZ)

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