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EU-Soldat unter Todesopfern des Angriffs auf Hotelanlage in Mali

Dienstag, 20. Juni 2017

Bei einem Angriff bewaffneter Islamisten auf eine Hotelanlage im westafrikanischen Mali hat es fünf Tote gegeben. Wie die malische Regierung am Montag mitteilte, wurden drei Zivilisten und zwei Soldaten getötet. Einer der beiden getöteten Soldaten ist demnach ein Mitglied der Ausbildungsmission der Europäischen Union in Mali (EUTMMali). Zu der Attacke vom Sonntag bekannte sich die dschihadistische Gruppe zur Unterstützung des Islams und der Muslime.

Malischen Regierungsangaben zufolge wurden auch vier der Angreifer getötet. Die dschihadistische Gruppe sprach in einer in sozialen Netzwerken verbreiteten Erklärung von drei getöteten Kämpfern. Die Gruppe wird von dem malischen Islamisten und Tuareg Iyad Ag Ghaly geführt.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hatte zuvor erklärt, ein portugiesischer Angehöriger des EU-Ausbildungseinsatzes mit Hauptquartier in der malischen Hauptstadt Bamako und eine malische Mitarbeiterin der dortigen EU-Delegation seien getötet worden. Mogherini erklärte, ihr Tod sei eine "tragische Erinnerung" daran, wie wichtig der Anti-Terrorkampf sei.

Die Bundesregierung verurteilte den Angriff in aller Schärfe. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, Berlin unterstütze Mali auch weiterhin im Kampf gegen den islamistischen Terror. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, nach bisherigem Kenntnisstand gebe es keine deutschen Opfer.

Nach Angaben des malischen Sicherheitsministers Salif Traoré konnten 36 Geiseln aus der Hand der Dschihadisten befreit werden. Der Angriff galt der von westlichen Ausländern besuchten Kangaba-Anlage im Osten der Hauptstadt Bamako. Das Ferienzentrum verfügt über Hütten, Restaurants und Schwimmbäder.

Traoré zufolge war der andere Soldat Malier, die drei anderen Zivilisten stammten demnach aus Mali, China und Kamerun. Anwohner berichteten am Sonntag von Schüssen und einer Rauchsäule über der Anlage. Augenzeugen zufolge schrien die Angreifer "Allahu Akbar" (Gott ist groß). In Mali gibt es immer wieder Angriffe von Dschihadisten gegen westliche Ausländer. Bei einer Geiselnahme im November 2015 wurden im Hotel Radisson Blu in Bamako 20 Menschen getötet.

In Mali sind zahlreiche europäische Soldaten stationiert. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden Malis zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen. Die Bundeswehr unterstützt in Mali die EU-Mission sowie den Einsatz der Vereinten Nationen mit mehreren hundert Soldaten.  (V.Korablyov--DTZ)

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